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3 (1780) Die optischen Wissenschaften
Entstehung
Seite
158
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iZ8 Erste Gründe der Perspectiv.

so wie die Lichtsiamme, als einen leuchtenden Punck:demnach dienen die im 76. §. gegebenen leichten Bey-spiele zugleich zur Probe, wie man sich in denwohnlichsten Fällen zu verhalten habe. Was wegen !des Halbschattens am Ende des 76. §. ist erinnert!worden, das findet auch hier seine Anwendung, denndie Sonne ist so wenig als die Lichtsiamme nur eineinziger leuchtender Punck. Der Zeichner muß dem- jnach auf dasjenige Rücksicht nehmen, was davon ini7z. tz. der Optik schon vorgekvmmen ist. Je mehrder Zeichner in der Geometrie geübt ist, und je mehrer sich die bisher vorgekragene allgemeine Theorie derPerspectiv geläufig gemacht hat, desto leichter wirdes ihm werden, unter den mancherlei) Wegen, dieman in besonaern Fällen nehmen kann, eine geschickteauf richtigen Schlüssen gegründete Wahl zu treffen.Soll der Prospekt eine vom Monde erleuchtete Ge- jgend vorstellen, so verhalt man sich bey der Zeich-nung des Schattens eben so, als wenn die Erleuch-tung vom Sonnenlicht käme: nur muß alles, wcchim Schatten liegt, dunkler, und was erleuchtet ist,nicht so Helle gezeichnet werden, als in dem Fall,wenn man eine von der Sonne erleuchtete Gegend ab-bilden will.

8v. §.

Wenn das Tageslicht durch eine Fenster- oderThürösnung in ein Zimmer fällt, ohne daß die Sonneselbst hinein scheint; so ist die ganze Oefnung, durch iwelche das Licht hinein fallt, als eine leuchtende Flacheizu betrachten. Dunkle Körper, welche diesem Ta-,geslicht ausgesetzt sind, werfen alsdenn ausser denisvollen Schatten auch einen Halbschatten von so be-,trächtlicher Grösse, daß man die eigentlichen Grän-

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