116 Erste Gründe der Perspectiv.
schon gezeichnet sind, zn messen. Will man wissen,wie lang die durch /n abgebildete grade Linie sey, soverlängere man sie bis an die Horizontallinie in k,nehme I'/X — 0?, und ziehe /x/, bis an dieGrundlinie nach O und ki. Soviele Fusse oder Ru-then alsdenn auf der Grundlinie sich von 0 nach blerstrecken, die man zahlen kann, wenn die Grund-linie gehörig eingetheilt ist, soviele Fusse oder Ruthenist diejenige Linie lang, welche /a abbildet. Mankann demnach auf einer Linie, die auf der Tafel, wie/n schon gezeichnet ist, eben so jedes Stück abschnei-den, wenn die Lange derjenigen Linie im Horizont,die das abzuschneidende Stuck abbilden soll, in Ru-then oder Fussen gegeben ist.
Z2. §.
Wer nun eine perspectivische Zeichnung entwer-fen will, der muß den bisherigen Lehren gemäß aufder Tafel den Augenpunkt mit der Lage der Horizon-taliinie und Verticallinie des Auges als gegeben an-nehmen. Ferner muß der Abstand des Auges 0 vonder Tafel als gegeben angenommen seyn. Dieserdient alsdenn, die Horizontallinie gehörig in Gradeeinzutheilen, damit sie die Stelle des Winkelmes-sers vertrete. Um hiernächst jeder graben Linie imHorizont ihre gehörige Länge geben zu können, wirddie Grundlinie nach eben dem verjüngten Maaß ingleiche Ruthen oder Fusse getheilt, in welchem derAbstand des Auges KO — O gemessen ist. Uebri-gens kann man von dem perspektivischen Grundrißeiner horizontal liegenden Figur eben so reden, allwenn es ein geometrischer Grundriß wäre: man kannden perspektivischen Winkeln eben die Zahl der Grade
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