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Die Optik.
daß Gesicht allein uns von der Beschaffenheit einesGegenstandes nicht völlig unterrichten würde, dasGefühl zu Hülfe zu nehmen; wir haben beyde Sinnezugleich gebraucht, und wenn nun ein Körper einendieser beyden Sinne allein rührt, so verbindet linsteEinbildungskraft zugleich mit jener Empfindung ebendie Vorstellung davon, die wir sonst durch den andernSinn bekommen haben. Zur weitern Bestätigungdessen dienen die Erfahrungen davon, wie Blindge-bohrne, die durchs Staarstechen zum Gebrauch ihresGesichts gelangt sind, anfangs gleichsam haben sichenlernen müssen. Im Smirsisichen LehrbeInffder Optik nach der Kästnerischen Uebers. 40 S.igg H. findet man dergleichen Nachrichten, beson-ders von einem Blindgebohrnen in Engelland, derim 12ten Jahr seines Alters durch Herrn Lbescldenvom Staar auf den Augen 'ist besreyet worden. Alsdieser junge Mensch zuerst sähe, wüste er so wenigvon Entfernungen zu urtheilen, daß er sich einbildete,alle Sachen, die er sähe, berührten seine Augen, wiedas, was er fühlte, seine Haut. Er kannte von kei-ner Sache die Gestalt, unterschied auch keine Sachevon der andern, sie mogte eine noch so verschiedeneGestalt und Grösse haben.
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