Druckschrift 
3 (1780) Die optischen Wissenschaften
Entstehung
Seite
43
Einzelbild herunterladen
 

Der III. Abschnitt. 43

jeder Lichtstrahl das Bild desjenigen Puncts eines«U sagbaren Gegenstandes, wovon er ausgehet, mitU sich führe. Demnach stelle inan sich vor, daß jeder^ wr Strahl wie KO, indem er durch die Ebene (Mlivdurchgehet, in L den Punct k abbilde; so wird dasAuge noch eben so gerührt werden, wenn gleich derPunct k weg wäre, das Bild davon ö aber auf derÄ Ebene OOÜv bliebe. Weil cs nun mit allen übrigenStrahlen in der optischen Pyramide OklblB ebendie Bewandniß hat, so folgt daraus, daß die ganzechÄ« Durchschnittsfigur üca/ der optischen Pyramide mitk, der Ebene 6! i!l( das Auge noch eben so rühren wür-Mckgi- de, wenn gleich der betrachtete Gegenstand

weggenoininen würde, vorausgesetzt, daß die Bilder! zlnch dr aller Punete der dem Auge zugekehrten Flache auf derUi. Ebene 6lb!!b zurück blieben. Der Erfolg würde ebenso scyn, als wenn die Ebene durchsichtig wäre,und das Auge den Gegenstand durch eine durchsichti-iiiirK ge Tafel betrachtete.

OM

42. §.

NL E» Weil der- Empfindung, die das

KM Auge erhält, gleichgültig ist, in welchen Punct der^uil OK fich der Punct k, oder das Bild ü desselbenMlU so crgiebt sich daraus, daß wir eigentlich

nicht unmittelbar durchs Gesicht die Entfernungen derA'' ^ um uns her befindlichen Gegenstände vom Auge war-nehmen. Auch bey dem Urtheil über die Entfern»«-ge,, sichtbarer Gegenstände von uns, mischen sich dieVorstellungen ein, die wir sonst durchs Gefühl be-^ kommen haben. Von Jugend auf ist cS uns gleich-sam natürlich gewesen, in allen solchen Fallen, wo

das