Druckschrift 
3 (1780) Die optischen Wissenschaften
Entstehung
Seite
6
Einzelbild herunterladen
 

6

Die Optik. j .

sich strahlende Puncte, und die davon ausgehenden !Lichtstrahlen so vorstellen: hier aber kann es auch ge- ^nügen, wenn man sich den strahlenden Punct ohne ialle Ausdehnung, und jeden davon ausgehenden Licht- ^ ^strahl als eine geometrische grade Linie vorstellen will. ^

6. §. W

Von allen Lichtstrahlen, die den Punct I. umge- DKben, können nur diejenigen eine dem Licht ausgesetzce ML^8-Ebene Flache treffen, welche in dem Raum ^einer Pyramide enthalten sind, deren Spitze der strah- ^ klende Punct, und deren Grundfläche die Ebene !,MLO ist. Man nennt einen solchen mit Lichtstrah- ^len erfüllten Raum eine Strahlenpyramide, die ! ^sich in einen Strahlenkegel verwandelt, wenn dieEbene, welche das Licht'auffängt, ein Kreis ist. !

Je weiter der Punct I- von der Ebene entfernt ^ist, desto mehr nahem sich die auffallenden Strahlender parallelen Lage: und wenn die Entfernung des -Puncts 1- von der Ebene ^KLO in Vergleichung mit ijedem Durchschnitt von ihr unendlich groß wäre, so Hwürde sich der Strahlenkegel in einen Strahlency- ^linder, die Strahlenpyramide in ein Strahlen- i ^prisma verwandeln. i L

?. §.

Durch eine ganz kleine Oefnung, eine solche etwa,wie man mit einer zarten Nadel durch ein Karten- tzGbladt bohren kann, übersiehet man deutlich eine grosseMenge von Gegenständen auf einmahl: man kann fl ^dadurch eine ganze Landschaft übersehen. Diesemnachkönnen unzählig viele Lichtstrahlen einander ,durchkreuzen, ohne einander hinderlich zu .feyn; denn von allen Puncten der Landschaft, oder -

was ^