498 Die Maschinenlehre.
hen: bcy mittelmäßigen und kleinen Höhen aber die-nen außer der Wasserschraube auch andre Einrich-tungen, zumahl solche, wodurch eine beträchtlicheMenge Wasser in kurzer Zeit auf die verlangte Höhegebracht wird. Unter diesen verdienen die Aasten-künste und Aosenkranzmühlen, wovon die Schau-felwerke, und die Taschen-oder Büschelkünstebesondre Arten sind, noch einige Aufmerksamkeit.Man bringt unter dem Wasser eine horizontalliegendeprismatische Welle an, und grade über ihr eine
147 andre LO, die eben so groß, als die vorige ist, und
148 mit ihr parallel liegt. Um beyde Wellen werden Ket-I . ten oder Seile geführt, die in sich selbst wieder schlies-
seu, und deswegen betten oder Seile ohne Endeheissen, diese müssen sv stark gespannt seyn, daß wenndie obere Welle durch eine daselbst angebrachte Kraftumgedrehet wird, eben dadurch zugleich auch die un-tere Welle in Umlauf gebracht werde. An den Ket-ten befestiget man eine der Höhe der obern Welle überdie untere angemessen gewählte Anzahl Kästen k, h,6, bl, oder andre zum Wasserschöpfen dienliche Ge-fäße so, daß ihre Oefnung, wenn sie herunter sinken,nach einten, und wenn sie hinauf steigen, aufwärtsgekehrt ist: alsdenn heißt das Werk eine Aasten-kunst. Wenn aber an dem Seil oder der Kette ohneEnde statt der Kästen lederne ausgestopfte Kugelnoder so genannte Puschel hölzerne Scheiben, oderauch wohl viereckte Tafeln wenn die Röhre ein vicreck-tes Prisma ist, so angebracht sind, daß sie das Was-ser in einer Röhre zum Steigen bringen, durch wel-che in solcher Absicht die Kette, oder das Seil durch-gehen muß, so heißt das Werk ein parcrnoster-wcrk, oder eine Aosenkranzrnühle, auch wohl
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