610 Die Maschinenlehre.
den Trilling eines besonder» Mühleisens greifen kann/.damit auf solche Art zwei) Lauser zugleich in Umlauf"
erhalten werden. Eine dieser Nebenwellen wird als-^ °svdenn gewöhnlich auf ein in soweit bewegliches Lager,gelegt, daß man sie vermittelst desselben von dersF^Hauptwelle ein wenig entfernen kann, bis die Zähnet ^des Sternrades nicht mehr zwischen die Stecken dieser.M§Nebenwelle eingreifen. Man nennt das ein Vor-.L'Msiczelccze, und die Einrichtung ist um deßwillen nöthig,M»ic>üweil zuweilen der Wasserzufluß nicht stark genug ist,z skr ^um beyde Gänge schnell genug zugleich umzutreiben,-;zuweilen auch vielleicht nicht Getreichevorrath genüge Wwzur Mühle gebracht wird, um beyden Gängen zu-^z chthun zu geben. wM«!
80 §.^ G kÄÄ,
Bey einer solchen Kornmühle ist eigentlich keinesLast von unten in die Höhe zu heben, vielmehr beste^^,het der Widerstand, den die Mühle zu überwinden^ ^hat, ausser der Friction aller Theile der Maschine un-.^^ter einander selbst, die sie mit andern Maschinen ge-MMsmein hat, hauptsächlich darin, daß die Getreydekör-.^^ner, welche zwischen den Steinen zerrieben werden,den Umlauf des Läufers zu hemmen streben. Auch^
dies ist eine Friction, die ohne Zweifel von dem Ge»» -
wicht des Läufers selbst mit abhängt. Indem sich^ ,die Körner zwischen den Steinen klemmen, strebess,, ^
sie gleichsam den umlaufenden Läufer etwas in die'^/'iHöhe zu heben, und tragen wenigstens einen Theil^^seines Gewichts. Das könnte auf die Vermuthung ^Zrlleiten, es müsse wohl dieser Widerstand der Getreyde-,körner dem Gewicht des Läufer selbst proportional seyn,^^s
so wie sonst die Friction dem Druck ohngefehr propor- '-u>y
rional ist, welcher die reibenden Flächen gegen einan-^ng
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