Die Maschinenlehre.
22 §.
Gewöhnlich schäzt man die Kraft eines Menschenbeym Schieben und Ziehen auf 2; Pfund, wenndie angegriffene Stelle eine Geschwindigkeit von z Fußin einer' Secunde hat. Der Mensch kann zwar schnel-ler und stärker arbeiten, wenn es ein gesunder Mannvon gewöhnlichen Mittlern Leibeskräften ist: alleinalsdenn ist er der Arbeit nicht auf lange Zeit ohne Er-müdung gewachsen. Die Rede ist hier überdem nurvon einer solchen Art der Arbeit, wobey es hauptsäch-lich auf die Anstrengung der Kraft der Muskeln an-kommt, wie wenn derselbe eine Kurbel drehet. Istaber die Einrichtung so gemacht, daß der Mensch dieMaschine durch Treten, oder auch sonst auf eine sol-che Art bewegen kann, daß das Gewicht seines Kör-pers ihm wenigstens zum Theil zu Hülse kommt; sokann bey eben der Geschwindigkeit von ; Fuß in einerSecunde, die Kraft, womit er in die angegriffeneStelle der Maschine wirkt, wohl auf zo und mehrPfund geschaßt werden. Herr Bclidor (tVrcbit.hlväeaul. 1 Buch I Cap. 117 u. f. §. ZO u. f. S.der 1 Ausg. d. Ueb.) schätzt die Geschwindigkeit einesarbeitenden Mannes, wenn er 25 Pfund Kraft an-wendet, auf i oOO Toisen oder 6000 Pariser Fuß ineiner Stunde, also in einer Secunde nur auf Pa-riser Fuß.
Die Kraft eines tüchtigen Zugpferdes, wenn esmit nochmahl soviel Geschwindigkeit als ein Mensch,also mit einer Geschwindigkeit von 4 bis 6 Fuß inbiner Secunde arbei.et, schätzt man siebcnmahl grös-ser, als die Kraft eines arbeitenden Mannes, mithinäuf 17; Pfund. Soll das Pferd ziehend arbeiten,so kan» eö am süglichsten eine vertical stehende Welle
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