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Der 1 l. Abschnitt. 445
Wasser seine Geschwindigkeit beynahe ganz verliert.Folgt hiernächst eine Strecke, die beträchtlich engerist mit einem neuen Gefälle, so muß die Geschwindig-keit des Wassers, indem es durch diesen engern Canalstießt, wieder zunehmen. Die meisten Flüsse in derNatur bestehen gleichsam aus solchen Seen, die ver-mittelst engerer Canäle an einander hängen, und dar-aus erklärt es sich sehr leicht, daß die Geschwindigkeitder Flüsse mit ihrem Gefälle nicht beständig nach denGesehen des Falles zunehmen könne. Die Krümmendes Flußbettes tragen zu den Verminderungen derGeschwindigkeit ebenfalls das ihrige bey, und über-haupt giebt es keinen Fluß in der Natur, dessen Ge-schwindigkeit sich nach theoretischen Regeln genau be-rechnen ließe.
Z2 §.
Was man bis jetzt vom Lauf der flüssen weiß, somangelhaft auch noch die dahin gehörigen Kenntnissesind, das hat doch in der Ausübung seinen mannig-faltigen grossen Ruhen, und im vorigen Jahrhunderthaben sich vornemlich einige Jtaliänische Mathemati-ker mit diesen Untersuchungen beschäftiget. VomDominicus Gulielmini hat man zwey hieher ge-hörige noch immer schäzbare Schriften, eine unterdem Titel: cks menlura aguarum üuentium, und eingrösseres Werk: ckells Datura äs kium! Irattatakilico - lVlatematico, Ilolo^ng 1692. Der zweyteTheil des letzten Werks kam zwey Jahr nach des Ver-fassers Tode im Jahr 1712 heraus, auch sind seineWerke zusammen gedruckt unter dem Titel Opera om-uis ^latbematiea lck/ärsulica, IVleäiea et l'li^6ca,Oenev. 1719. Eine Sammlung mehrerer hiehergehöriger Schriften, welche von Jtaliänischen Ver-fassern