444 Die Hydraulik.
durch das letzte Breitenprofil 86U/: (102 Fkg.) aberdie Flüsse auf der Erde ergieffen sich zuletzt in die of,feubare See, und durch ihre Mündung fließt dasWasser nicht srey, ihm stehet vielmehr der Druck desin dem Weltmeer stehenden Wassers entgegen, undum deswillen müssen die bisherigen Schlüsse bey derAnwendung auf die natürlichen Flüsse starke Ein-schränkungen leiden.
31 §.
Ziehet man die Gestalt der Ufer mit in Betrach-tung , so finden sich noch mehr Ursachen, wovon dieGeschwindigkeit des fliessenden Wassers in offenenFlußbetten abhängt, wenn man voraussetzt, daß sonstalles im Beharrungsstande, mithin auch der Zuflußaus der obern Gegend unverändert derselbe sei). Man105 nehme an, daß ein Stück des Stroms
kiA. im Grundriß vorstelle, wovon die Breiten kick, LU,bald wachsen bald abnehmen, indem sich die Ufer ein-ander bald mehr nähern, bald wieder von einanderentfernen: so kann man die kleinsten Breiten Llck, LU,Stromengen nennen. Weil nun im Beharrungs-stande durch eine des größten Breiten soviel Wasserläuft, als in eben der Zeit durch die Stromengen klck,LU fliestet, so muß die Geschwindigkeit in den Strom-engen grösser seyn, als in den grössere Breiten.Wenn die Tiefe einerlei- ist, so muß sich die Geschwin-digkeit wie die Breite umgekehrt verhalten. (Manvergleiche den 3 §.) Hat also ein Fluß Stellen, woseine Breite in Vergleichung mit den Stromengen sehrgroß ist, so kann an denselben die Geschwindigkeit sogering seyn, daß auf der Strecke, soweit sich die grosseBreite erstreckt, das Wasser als ein stehender Seeanzusehen ist, worin das von oben herab kommende
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