414 Die Hydraulik.
schwindigkeit des Wassers im Gefäß — c gesetzt ist.Man ist aber nicht genöthigek, eine so plötzliche Aen»derung der Geschwindigkeit anzunehmen, wenn mangleich jenes Gesetz gelten laßt. Man kann die Be-wegung des nahe über der Oefnung befindlichen Was-sers so betrachten, als wenn es daselbst einen trich-terähnlichen Canal wie bildete, dessen
Querschnitte bVXl gegen zu nach dem Gesetz derStetigkeit abnehmen, nicht anders, als wenn dasin den Ecken bey !!, L, umher befindliche Wasser inRuhe bliebe. Was am Ende des 2 §. aus des Hn.Dämel Bernoulli Hydrodynanik angeführt ist,stimmt sehr wohl mit dieser Vorstellung zusammen,und es ist eben das, was von: H. ^sod. Bernoullials ein Sunde! (Zurc-es) über der Oefnung vor-stellig gemacht wird. (M. s. /"ü. bkvärrm-
lica I'. I. §> !l!-V. Opcrum Vom. lV. p. gyg auchH. H. Dästners 2 lnfangsgründe der ^ydrody^namik, 455 §. 424 S.)
? §-
9 ?k. Es sey nun eine grade oder gebogene
Röhre wie man will, und mitten durch diese Röhreerstreckte sich die Linie Okt^als ihre Axe. Ferner seydie Gestalt der Röhre so beschaffen, daß die Schwer-puncte aller auf der Axe 0 ?(^senkrechken Querschnittein dieser Axe liegen, so kann sie auch die centrischeLinie der Röhre heissen, und sie ist für die Röhredas, was die Verticallinie durch die Mitte der Oef-nung im Boden für die vorhin betrachteten Gefasstewar. Wenn durch diese Röhre Wasser so fließt, daßman von der Wahrheit wenigstens nicht viel abweichk,rvmn man annimmt, daß alle durch jeden auf der cen-trischen