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2 (1780) Die statischen und mechanischen Wissenschaften
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385
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Der V. Abschnitt. Z85

Wenn also eine bewegende Kraft V die

Masse beständig gegen den Mittelpunkt L zu treibenstrebte, so wäre kein Faden nöthig, sie zu halten, siewürde ihre Umlaufsbewegung ohnehin mit einerleyGeschwindigkeit fortsetzen. Die gegen den Mittel-punkt gerichtete Kraft würde die Geschwindigkeit we-der vermehren noch vermindern, und das um deßrvil-len, weil ihre Richtung beständig auf der Richtungder Bewegung senkrecht bliebe. Wenn der Faden dieStelle dieser Kraft vertritt, so muß er so stark seyn,daß er nicht zerreißen »bürde, wenn an demselben ein

Gewicht-lothrecht herab hienge. So stark

ihn dies Gewicht dehnen würde, eben so stark ist erin jeder Lage gedehnt, worin er beym Umlauf der amEnde desselben befestigte», Masse kommen mag.

75 §-

In der Formul V kommt zwar iVl als

ein Gewicht vor, und bezeichnet hier das Gewichteiner schweren Masse, die aus eben so vielen körperli-chen Theilen bestünde, als die im Kreise umlaufendeMasse: dabey aber muß man nicht vergessen, daß dieumlaufende Masse als eine bloß träge Masse betrach-tet wird ohne alle Schwere. Im 12 §. ist schon ge-wiesen worden, unter welchen Umständen eine schwereMasse in eine solche Umlaufsbewegung kommen könne,wie diejenige, welche hier betrachtet wird. Die Ebe-ne des Kreises, worin die Masse umläuft, müßtewagrecht seyn, und das Gewicht der umlaufendenMasse müßte von einer wagrechten Tafel getragenwerden, damit es auf die Bewegung keinen EinflußRavst. Math. l. TP 2. L. Bb hätte,