28o Die Aerostatik.
Kugel im ballenden Schnee steht, setzt er die o, undda wo es steht, wenn das Thermometer die Wärmedes menschlichen Körpers angenommen hat die Zahl12, wo es im siedenden Wasser steht, die Zahl Z4.Um eben die Zeit war H. Amontons mit Verbesse-rung der Thermometer und insbesondre des Luft-Ther-mometers beschäftiget, und weil er bey Eintheilungseiner Scale den Grad der Hitze des siedenden Wasserszum Grunde gelegt hatte; so schreibt man ihm ge-wöhnlich die erste Bemerkung dessen zu, daß derGrad der Hitze des. siedenden Wassers ein beständigersey, so wie Herrn Newton die Bestimmung derTemperatur des Hauenden Eises oder ballendenSchnees als einer beständigen Temperatur.
49 §.
Seit dem Jahr 1709 sind diejenigen Thermome-ter vornemlich berühmt geworden, die H. Fahren-heit, ein geschickter Künstler aus Danzig gebürtig,verfertigte, und anfangs mit Weingeist, nachher aberwie H. Halley schon im Jahr 168a vorgeschlagenhatte, mit Quecksilber füllte. Er fand, wenn erSchnee und Salmiaksalz zu gleichen Theilen ver-mischte, und die Kugel in dies Gemische setzte, daßdas Quecksilber in einerlei) Thermometer allemahl bisauf einerlei) Stelle siel, und eben so tief war es beyder grösten Winterkalte im Jahr 1709 zu Danziggefallen: das letzte hat ihn vermuthlich bewogen, an-dieser Stelle die o zu setzen. Ferner setzte er an derStelle die Zahl 212, wo das Quecksilber im sieden--den Wasser stehen bleibt, und wenn dieser Zwischen-raum in 212 gleiche Theile getheilt ist, so zeigt dasThermometer Z2 Grade für die Temperatur des bal-lenden
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