Druckschrift 
2 (1780) Die statischen und mechanischen Wissenschaften
Entstehung
Seite
279
Einzelbild herunterladen
 

I

>

^ I

»01^

<t!S

'Är

d«!i>

M!ü!

«,

M

«rw

kG

»i!«

,^-

M

Kq

eis

B-

Der V. Abschnitt. 279

Theile getheilt, die man hier Grade nennt: nun sollder Künstler alles so zu proportioniren suchen, daßdas in 1 oo Grad getheilte Werkzeug bey der natürli-chen Kälte des Schnees und Eises nicht weniger als20 Grade, mitten im Sommer aber den Sonnen«strahlen ausgesetzt, nicht über 80 Grade zeige. Dasin iso Grade getheilte zeigt nach der eben daselbstweiter folgenden Erzählung bey der strengsten Win-terkälte i6 oder 17 Grad, das in za getheilte noder i2, zuweilen obgleich selten 6 oder 8; fernermitten im Sommer den Sonnenstrahlen ausgeseht,übersteigt jenes nicht 80, dieses aber erhebt sich ent«weder gar nicht oder wenig über den 4 osten Grad.Ausser diesen beyden brauchte die Academie auch eingrösseres in zoo Grade getheilteö Thermometer, manhatte aber keine sichere Regeln, dergleichen Thermo-meter mit einander in Uebereinstimmung zu bringen.

48 §.

Herr de Lüc (Untersuch, über die Atmosphäre2 Abth. r Cap. §. 428 s) erzählt, er habe die ersteSpur dem Thermometer feste Puncte zu geben in ei-nem Vorschläge des Renaldini (d?gtursli8 kliilolo*xbia ?atsv. 1694. lom. III. p3A. 276) gefunden,weil derselbe schon anräth, an dem Thermometer dieStellen zu bemerken, bey welchen cs im Eise und sie-denden Wasser stehe ^ und den Zwischenraum in einebestimmte Anzahl Theile zu theilen. Bald nachherim Jahr 1701 machte Herr Is. Newton (klülo-loplncal ch'r3urg<il>0U8 n. 270) fein Thermometer be-kannt, welches mit Leinöhl gefüllt war. Die Tem-peratur des schmelzenden Schnees diente ihm zumGrunde, da wo das Leinöhl hängen bleibt, wenn die

S 4 Kugel