Der V. Abschnitt. 277
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Kugel gestanden hat, und das auf solche Art einge-richtete Werkzeug kann om Thermometer abgeben.Unter mehrern Arten solcher flüssigen Massen, dieman an sich, das Thermometer damit zu füllen wäh-len könnte, hat doch die eine vor der andern wegenbesonderer Ursachen den Vorzug: Quecksilber undWeingeist, sind bisher noch dazu am dienlichsten be-funden worden.
46 §.
Cornelius Drcbbcl aus Alcmar in Nordholtandwird gemeiniglich für den Erfinder des Thermometersgehalten, obgleich auch Robert Fludd von einigenals der Erfinder angeführt wird. Das DrebbelscheThermometer war ebenfalls eine gläserne Röhre miteiner Kugel verbunden, aber die Luft selbst war dieflüssige Masse, welche durch ihre mehre oder mindereAusdehnung die grössere oder geringere Wärme an-zeigte. Man erwärmt die noch ledige Kugel mit derRöhre soviel, daß ein Theil der darin befindlichen Luftwelche durch die Warme ausgedehnt wird, heraustritt, und steckt das offene Ende der so erwärmtenRöhre in ein Gesäß mit Wasser, so tritt etwas Was-ser in die Röhre, wenn beydes Kugel und Röhre wie-der abkühlen. Theils um zu verhüten, daß das Was-ser bey starker Kalte nicht zu Eis friere, theils umdemselben eine Farbe zugcben, damit es in der engenRöhre desto besser zu erkennen sey, vermischte manes mit Scheidewasser, worin etwas Messing aufge-löst, und dadurch grün gefärbt war. Man suchtealles so einzurichten, daß bey tempcrirter Luft dasWasser etwa bis an die Mitte der Röhre stand; dar-auf ward die Röhre mit dem offenen Ende unten inein kleines mit eben dem Liquor angefüllteö Gefäß ge-
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