I7O Die Hydrostatik.
Uebrigens entsteht zwar aus dem senkrechtenDruck gegen jede Stelle des festen Körpers auch chhorizontaler Druck: allein es erhellet aus demjenigenwas schon im 18 §. von den horizontalen Pressungengegen die innere Seitenfläche eines mit Wasser gefüll-ten Gefäßes bewiesen ist, daß auch diese horizontalenPressungen gegen die äussere Seitenfläche eines insWasser eingetauchten festen Körpers einander insge-samt aufheben.
26 §.
Wofern der feste Körper VL? aus einer MasseDon gleichförmiger Dichtigkeit bestehet, so liegt seinSchwerpunct zugleich im Mittelpunct seiner Grösse.Demnach geht in diesem Fall die mittlere Richtungdes Wasserdrucks gegen den ins Wasser ganz einge-tauchten Körper durch des letzter» Schwerpunct, undbeyde einander entgegen drückende Kräfte sind nur als-denn im Gleichgewicht, wenn das Gewicht des festenKörpers dem Gewicht einer eben so grossen MengeWasser gleich ist; das heißt mit andern Worten,wenn die Masse, woraus der feste Körper bestehet,mit dem Wasser einerley specistsches Gewicht hat. Istnemlich k das Gewicht des festen gleichförmig dichtenKörpers, und das Gewicht einer eben so grossenMenge Wasser, so ist ?: /, das Verhältniß der spe-cifischen Gewichte der Masse des festen Körpers unddes Wassers gegen einander. Der ganz ins Wassereingetauchte feste Körper leidet in allen Fällen einenverticalen Druck nach unten — und derselbe
verschwindet, wenn ? ist. In dem Fall ?> bleibt
der feste ganz ins Wasser getauchte Körper nicht inRuhe, er muß vielmehr zu Boden sinken, so wie indem Fall k < ^ her Wasserdruck denselben vertikal in
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