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Der VH. Abschnitt. uz
126 §.
Wenn bey Rollen und Rädern Seile gebrauchtwerden, so entsteht aus der Härte und Uebiegsamkeitder Seile, die bisher als vollkommen biegsam sind be-trachtet worden, noch ein andres Hinderniß der Be-wegung, und die Stärke des daher rührenden Wider-standes hängt von folgenden Umständen ab: i) vonder Kraft, womit die Seile gespannt sind; 2) vonihrer Dicke; z) von ihrer Krümmung. H.Amon-kons hat diese Sache ebenfalls durch Versuche insLicht zu setzen gesucht, die er in den kleinnires äsI'tVcgch lle?r,rü 1699, in der oben (i!2 §.)schon angeführten Abhandlung erzählt, und solletin den 6e kb^iigue, l.lll. Ue6t. IX. gleich-
falls beschreibt. Die Resultate der AmontonschenVersuche sind folgende. Der von der Unbiegsam-keit der Seile abhängende Widerstand nimmt zu1) im Verhältniß der Kräfte, welche die Seile span-nen, 2) im Verhältniß der Dicke der Seile, 9) imumgekehrten Verhältniß der Durchmesser der Rollen,Wellen oder Räder, um welche sie gekrümmt sind.Herrn Rollers Versuche scheinen wegen des letztenPunctS von den Amontonschen etwas abzuweichen:soviel bleibt indessen richtig, daß der Widerstand destogrösser wird, je kleiner die Durchmesser der Rollenoder Räder find, um welche sich die Seile biegen sol-len. Weil nun auch bey einerley Druck die Frictionam Polzen grösserer Rollen von einer kleinern Kraftan ihrem Umfang überwunden wird, so sind aus ei-nem doppelten Grunde grössere Rollen den kleinernbenm Gebrauch vorzuziehen.
Türst, Mach. l. TY.2. B,
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