ivo Die Statik der festen Körper.
hörig eingeschnittenen oder eingebohrten Zapfenlager»ruhen. Wenn alsdenn an der Welle ein Seil befe-stiget ist, das sich auf dieselbe aufwickeln muß, wenndas Rad mit der Welle umlauft, so laßt sich vermit-telst des Rades eine an dem Seil Hangende Last ll her-aufziehcn, wenn eine am Umfang des Rades ange-brachte Kraft V dasselbe umdrehet.
Eine solche bewegende Kraft kann am Umfangdes Rades auf mancherlei- Art angebracht werden,das Rad kann um den Umfang herum einen Ein-schnitt haben, wie die Rolle, so daß man ein Seilum den Umfang legen kann, woran eine Kraft ziehet.Gemeiniglich kommt es alsdenn auch in Ansehung sei-ner übrigen Gestalt, Welle und Polzen ausgenom-men, mit der Rolle überein, nur daß es gewöhnlichviel grösser, als die Rolle ist. Die Äolle ist am ge-wöhnlichsten eine in der Mitte durchborte Scheibe,und auf eine Axe gesteckt, um welche hie Scheibe um-laufen kann, ohne diese Axe, die der Polzen heißt,mit umzudrehen.
ii 6 §.
Was das Rad an der Axe betrift, so ist es garnicht nothwendig, daß selbiges die Gestalt einer Schei-be völlig behalte: denn die jedeSmahlige befondreArk,wie die Kraft ain Umfang desselben angebracht wer-den und auf das Rad wirken soll, erfodert bald diese,bald eine andre Einrichtung desselben. Die Welle,welche umgedrehet werden soll, bleibt dabei- allemahldas vornehmste Stück, und hiernachst ist die jedeS-mahlige Absicht, daß die Richtungslinie, nach wel-cher die angebrachte Kraft wirkt, beständig gleich weitvon der Welle entfernt bleiben soll, die Welle magsich drehen, wie sie wolle: daher kann man alle Arten
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