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Anmerkungen.
auf der Naturanschannng, daß Gott solche Drangsale imLeben der Natur zuläßt, um die Menschen für die Störun-gen und Fehler in ihrem sittlichen Leben zu züchtigen, da-her folgerecht dieselben durch reumüthige Bitten und Bußeabgcwciidct werden können. Im Jahre 383 fand eine großeDürre und Thcnrung statt: in diese Zeit fällt dieser undder nächstfolgende Hymnus, die dem Ambrosius von Bedaganz ausdrücklich zugcschricben werden. Die classischen Vor-bilder eines Virgil, Ovid (Horaz) sind in beiden nicht zuverkennen; ähnliche Anklänge finden sich auch noch in spätemHymnen, namentlich bei Prudcntins. Gervinns, Geschichteder deutschen Nationallitcratnr Th. 8. S. 13, kannte beideHymnen und stellt sie ihrer großen Schönheit halber sehr hoch.Aus den Hymnarien waren sie lange Zeit verschwunden, bissie Lassandcr wieder der Vergessenheit entriß.
29. Ne, I>sum, lanäamus. Der unter dem Namen „derambrosianische Lobgcsaug" bekannte, erhabene Wechsclgesangfindet sich zuerst in einem, die. Ordensregel des h. Bernhardenthaltenden Schriftstück aus dem sechsten Jahrhundert erwähnt.Rach einer handschriftlichen Mailänder Chronik, angeblich einWerk des Bischofs Dacins (ch 553>, soll bei der Taufe desh. Augustinus dieser Gesang ans beiderseitig, in göttlicherInspiration gepflogenen Antworten entstanden sein. Andereschreiben ihn dem Hilarins, noch Andere dem Athanasius vonAlexandrien, der im Jahre 336 zu Trier in der Verbannunglebte, auch dem Bischof Nicctas von Trier, des letzteren Freundund Zeitgenossen, zu. Es liegt diesem Wechselgesangc ingrößter Wahrscheinlichkeit ein altgriechischcs Muster zu Grunde.In der unter dem Namen des „Codex Alexandrinns" bekann-ten handschriftlichen Ueberliefcrung der Bibel ans dem sechstenJahrhundert, findet sich wenigstens ein unserm „Vs ,Isum"in vieler Beziehung ähnlicher Morgcngesang. Der ganze Hym-nus athmet hohe Würde und Majestät. Es ist die einfachsteund höchste Stimmung des alten Kirchcngesangcs, die auchdie uralte, gleichzeitig überkommene Melodie so vortrefflichwiedergibt. Luther sagt davon: „Es ist ein fein Symbolnm,in sangesweise gemacht, nicht allein den rechten Glauben zubekennen, sondern darein zu loben und zu danken!"
80. llmx soes sru-Ait. Aus dem Kathemeriuon, ein Theildes mit nox st tsnski-as beginnenden Hymnus s. S. 58.
31. Zpsoulatnr ässnxsr. (V. 18) Gott sieht alles, Gottrichtet alles.