wurdst du baß gespyset. Der liund sprach: So tuo daz, wie du sagst.Do lief der weiss under die lemmer, und zugt ains und liess hin weg.Der liund iagt im nach so bald er möcht. Aber ee daz er zuo im kam,fiel er uff die erden, als ob er in nit möchte erlouffen vor übrigemhunger. Do sprachent die hirten und alles husgesind: In der warhait,bette unser herr den liund wol gefuoret, der wolf bette unser lamp nithin getragen, noch die ganczen hutt dar von bracht. Do das der herrerhöret, erzaiget er sich als ob er zornig wäre. Er ward schamrotumb syn karghait und sprach: Verfluochet sye, der dem liund seit daseßen geben und es nit getan hat, und schuldiget die ehalten. Dochgebot er, den liund hinftir baß ze spysen. Do Lengen! sie an, imflaischsbrü ze geben mit brot uß grüsch gemacht, do ward der liundzuolegen und krafft enpfahen. In kurczen tagen dar nach kam derweiss [170 a ] aber zuo dem liund und sprach: Bruoder, hab ich dir nitain guoten rat gegeben ? Antwürt der liund: Ich bin des rautes not-turfftig gewesen. Do sprach der weiss: Ob du wilt, so gib ich dir ainbeßern. Der liund sprach: Das will ich hören. Der wolff sprach:Ich will nun aber under die lemmer louffen und aines zuken und es hintragen, so ylest du nach mir, und wann du mich erloffen hast, sostoße mit dyner brüst, doch nit hart, und fall da mit uff die erd, alsob du von blödikait wegen dynes lybes nicht uff gestaun mögest; sodas die hirten senilen werden!, sprechen sie: Fürwar, wäre unserliund völliglich gespyset, der wolff bett unser lamp nit hin getragen,er wär euch mit dem leben nit dar von körnen. Do sprach der liund:Ich fürchte mynen lierren gar ser, der mir die spis gyt, wie wol erdaz nit völliglich tuet; doch so tuo du, wie du gesagt hast. Der wolffnam das fasstest lamp under in allen und Loch hin weg. Der liundliess schnell hinnach uncz zuo im und gab im ainen harten stouß mitsyner brüst und fiel zuo der erden, als ob er im vor übrigem hungerund megri des lybes nit möchte an gesigen. Do schrien! die hirtenund alles husgesind: Für war, wann der huud wäre gnuogsamlichgespyset nach synem willen, der wolff bette unser faistes lamp nit alsohin getragen. Er waure ouch lebend nit entrannen. Do das der hus-vater höret, ward er mit zorn und schmerczen bewegt und sprach:Ich will, daz ir in hin für gnuogsamlich spysent. Dar nach gab manim die suppen und daz flaisch mit schönem brot. Do ward der liundin wenig tagen zuo vollen krefften körnen. Wäre das vor beschehen,so wäre der herr des schades vertragen gewesen. [170 b ] Dar nach als
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