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der wolf zuo dem liund kam, sprach er zuo im: Bruoder, ich hab dirain guoten raut gegeben, du bist faist. Der hund sprach: Ja, ainüber guoten, der mir notturfftig und dir füglich gewesen ist. Derwolf sprach: Darum!) will ich under die hemling gaun und will ainenfür mynen Ion niemen. Do sprach der hund: Du hast dinen Ion vorhin weg, wann czway mines herren lernn,er hast du gefreßen. Derwolf sprach: Ach lieber, du verwilligest, daz ich ainen nieme. Derhund sprach: Ich laß dich kainen niemen; wann ob du ainen nemest,so schwer ich by minem leben, das du lebendiger nit von dannenkörnest. Do das der wolf erhouret, sprach er: So gib mir doch ainguoten raut, was ich thuon solle, als ich dir gerauten hab, wann ichstirb vor liunger. Der liund sprach: Gestern ist ain wand gefallen anmynes herren spyskeller, in dem ist vil schöns brots, da ist vil ge-salczcn flaiscli, da si»t vil winfaß vol guotes wins. Da hin gang bydisor nacht und fülle dich gar wol. Der wolf sprach: Du wollest michveruntrttwen, wann so bald ich hin yn gan, so meldest du mich gegendyncm herren und dein husgesind, so werden! sie mich ertöten. Derhund sprach: By myner triiw, ich melde dich nit; wann von mynesherren rychtum ist mir nichts befolhen worden, wann allain die schauff,darum verraute ich dich nit. Do es nacht ward, gieng der wolff inden spyskeller und aß des brotes so vil er wolt, und euch das faistflaiscli. Dar nach ließ er win uß dein vaß und trank, daz er trunkenward. Als er aber deß wins in synem kopff enpfinden ward, gedachter in im selber: Wann die dorfflüwt vol und trunken sint, so singen!sie [171 a ] ire dorffliedlin; warum!) wolt ich dann nit myn gesang euchsingen, so ich vol bin? und fleug an ze singen. Und als er ain malliiilen ward, daz erhortent die hund und wurden! bellen. Zuo demandern mal do er hület, das horten die menschen und sprachen: Ainwolf ist nahet by uns. Do er zuo dem dritten mal hület, do sprachen!sie: Er ist in dem keller. Da fanden! sie den wolff und schluogent inze tod. Dise fabel straffet die ryclien und die mächtigen, daz sie iereehalten gnuogsamlich sollen! spysen, doch nicht zärtlich. Wann wasie nit gespyset würden, mtiste man großem schaden besorgen, wannumb daz der hund nit gefuoret was, verlor der lierr die lemmer.Und mer warnet dise fabel menglichen, daz niemant sich undcr-winde ze tuond, das wider syn natur sye, oder er fallet in übel,als der wolff, der wider syn natur wolt win trinken, darum!) ersterben muost.
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