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auch der von Weichselmünde verbunden sei, schleunigst zu ver-lassen, um dem Könige wenigstens die Mannschaften und Ge-schütze zu erhalten, so beschloß der Oberst dennoch, das Aeußersteabzuwartcn, bis die Besetzte vom Könige eingetrossen sein konnten,die er und der Kommandant von Weichselmünde bereits erbetenhatten.
In Danzig hatte sich unter dem gemeinen Mann das Ge-rücht verbreitet, als würden die Franzosen die Bedingungen desfreien Abzuges nicht halten, sondern die Besatzung bei Gelegen-heit ihres Marsches durch die Nehrung von den dort stehendenzahlreichen Truppen entwaffnen lassen und sie dann als Gefan-gene behandeln. In Folge dessen nahm die Desertion so über-hand, daß der Gouverneur in seinem Bericht an den König überdie Kapitulation sagte, er glaube, daß mehr als tausend Mannin den letzten Nächten desertirt seien.
Am 26. Mai. Am Morgen um 6 Uhr knüpfte der Be-lagerer Unterhandlungen mit Neu-Fahrwasser und Weichselmündean, und forderte sie ans, sich binnen 24 Stunden auf Gnadeund Ungnade zu ergeben. Zugleich zog er seine Truppen gegenbeide Punkte zusammen, und fing an, sich unweit des Strandesvor den Werken von Neu-Fahrwasser zu verschanzen, was dieAus- und Einfahrt in den Hafen sehr hemmte. Um 9 Uhr tele-graphirte die Besatzung nach Danzig:
„Vom Könige keine Briefe! Keine Nachricht von der Armee!Kaminskoi fort!"
So war denn hiermit für Danzig alle Aussicht auf einennoch möglichen Entsatz verschwunden, und um Mittag erlangtedie Kapitulation ihre Gültigkeit.
Um Mittag 11 Uhr traf der königliche Befehl ein, sich mitden Garnisonen von Neu-Fahrwasser und Weichselmünde einzn-schiffcn, wodurch auch der Fall Danzigs als eine abgemachte Sachebetrachtet wurde. Der Oberst Schüler hatte, in der Erwartungeines solchen Befehls, bereits alle Vorräthe in die Transportschiffebringen lassen, und suchte nunmehr noch unter dem Schutze derUnterhandlungen auch die metallenen Geschütze einschiffen zu las-sen, um dann jeden Augenblick zur Abfahrt bereit zu sein. Um
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