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Reserve-Bataillone, verließ auf Befehl des Königs Danzig auf ei-nem der bewaffneten Fahrzeuge und begab sich mit dem in Kol-berg kundigen Lieut. Wittken als Kommandant nach Kolberg. DerMajor Wostrowsky übernahm das erledigte Kommando.
In der nächsten Nacht trat Frost ein, wodurch es dem Be-lagerer möglich wurde, seine Arbeiten wieder mit mehr Nachdruckfortzusetzen. Demnach wurde als Uebergang zur dritten Parallelevon dem Waffenplatze des rechten Flügels der zweiten Parallele180 Schritt vorgegangen, und dort eine halbe Parallele erbaut-Ferner waren auf der Kapitale des Bastions Jerusalem 4 Zick-zacks mit der ganzen Sappe ausgeführt worden, da der HelleMondschein die Anwendung der fliegenden Sappe unmöglich machte.Das Feuer der Festung beunruhigte diese Arbeiten sehr.
Am 23. April. Während des Tages konnte der Belage-rer nur langsam und mit der ganzen Sappe Vorgehen. Ein Zick-zack war in der Nacht fehlerhaft tracirt worden und konnte vomBastion Kessel aus enfilirt werden. Ein 12pfünder reichte hin,den Feind während des ganzen Tages aus dessen Boyaur ent-fernt zu halten.
Um die kaum 350 Schritt entfernten feindlichen Arbeiter zuallarmiren, wurde am Abend, vor Aufgang des Mondes, ein klei-ner Ausfall auf die beiden Spitzen der feindlichen Sappe unter-nommen. Jede wurde von 50 Mann mit großem Geräusch an-gegriffen. Der Feind vertheidigte sich nur mit dem kleinen Ge-wehr und die Ausfallstruppen kamen bis auf 2 Verwundete ohneVerlust zurück. In der Redoute 6') auf der Nehrung, derHolmspitze gegenüber, legte der Belagerer ein Blockhaus an, ar-mirte es mit 4 Geschützen und umgab das ganze Werk mit einerdoppelten Reihe von Pallisaden. Auch auf dem linken Weichsel-Ufer wurden die Arbeiten an der Redoute 6., bisher durch dasschlechte Wetter unterbrochen, wieder ausgenommen und vollendet.Außerdem kouronnirte man den Damm des neuen Weges in derLänge von 600 Schritt, setzte ihn mit der Redoute 6. in Ver-bindung und schloß ihn durch Koupuren, gegen Ausfälle von
1) S. Plan XIll.