und Gegend gesandt werden, nm dort bekleidet, bewaffnet, nachihren Regimentökantons in Bataillone formirt, und unter die Auf-sicht eines älteren und mehrerer jüngerer Offiziere gestellt zu wer-den. Alle einzeln von der Armee zurückkehrende Infanterie-Offi-ziere sollten sich in Königsberg sammeln und bei jenen Bataillonenverwandt, auch die um Königsberg wohnenden pensionirten Offi-ziere eingestellt werden. Alle versprengte und ranzionirte, nochauf dem linken Weichselufer befindliche Infanteristen sollten nachDanzig und Graudenz gewiesen, daselbst gesammelt und nachKönigsberg in Marsch gesetzt werden, mit Ausnahme der nochbewaffnet in Danzig ankommenden Leute, welche daselbst verblei-ben sollten. Alle Leute, welche bereits das rechte Weichselufer er-reicht hatten, sollten direkt nach Königsberg, alle Gardisten abernach Wehlau zur Reorganisation gewiesen werden.
Ans diese Weise hatte nvm gehofft, einen hinreichenden Stammalter Mannschaft bei den provisorischen Bataillonen zu erhalten,jedoch wider Erwarten trafen nur sehr wenige versprengte Infan-teristen ein, und bis Anfang Dezembers waren nicht mehr als390 Mann derselben in Königsberg vorhanden. Man mußte da-her zu dem Ausweg schreiten, alle alte Soldaten in den nochvom Feinde nicht besetzten Provinzen, sobald sie in den letztenvier Jahren nach vollendeter zwanzigjähriger Dienstzeit entlassenworden und noch dienstfähig waren, wieder zu den Fahnen zuberufen. Als man nun auch in Ost- und Westprenßen nochschleunigst Alles aushob, waS noch irgend selddienstfähig war,wobei man bis auf einzöllige Leute herunterging, so fehlte cs zwarnicht an Mannschaft, wohl aber gar sehr an Offizieren, Unter-offizieren und Material. Am 10. Dezember waren bereits 16 Ba-taillone vorhanden, die zusammen 8122 Mann, aber nur 57 Of-fiziere, inbegriffen die Kommandeurs, zählten. Der König befahlnunmehr, daß jedes Jnfanterie-Regt. und jede Füsilier-Brigade1 Hanptmann, 2 Subaltern-Offiziere und 1 Spielmann, jedesBataillon einen zum Feldwebel geeigneten Unteroffizier, jede Kom-pagnie einen Unteroffizier und einen brauchbaren Gemeinen ab-geben sollten; was dann noch an Offizieren fehlte, sollte durchNeu-Ernennungen beschafft werden.