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Kavallerie unerwartet ein, und hieb den an der Queue befind-lichen Kommandeur, Oberst Gaza, nieder; auf der Chaussee drangnun ebenfalls Kavallerie wieder vor und in die Füsiliere ein,und machte nach lebhaftem Wiederstande noch 4 Offiziere und196 Mann an der Brücke und 6 Offiziere und 54 Mann inder Stadt zu Gefangenen. Fast alle waren verwundet. Dieswar die letzte preußische Truppe.
Die Jägerkompagnie Kalkreuth hatte sich, als alle Truppendie Gegend am Webicht verlassen, durch den herzoglichen Gartenüber die Ilm gezogen, und anfänglich gesucht, sich durch Weimarwieder mit dem General Wobeser zu vereinigen, doch als sie dessenRückzugsrichtung nicht erfahren konnte, den Weg nach Erfurt ein-geschlagen, welchen Ort sie, im Verein mit fliehenden Kanonen,Bagagewageu, Kavalleristen und Infanteristen, beständig verfolgtvon feindlicher Kavallerie, endlich in der Nacht erreichte.
Der Fürst Hohenlohe, der sich anfänglich in das Gewirr derKavallerie begeben, hatte nur mit Gewalt fort- und durch Weimargeführt werden können. Auf den Hohen hinter der Stadt sam-melte er einige Kavallerie — 2 Schwadr. Gettkandt- und 4Schwadr. Dila-Husaren, 1 Schwadr. von Henkel-Kürassieren,Theile von Albrecht- und Polenz-Chevaurlcgers — um die An-kunft der Infanterie zu erwarten, deren Rückzug man indessen invölliger Auflösung, ohne Waffen, aus der Straße nach Erfurtbeobachten konnte. Da man nun die Hoffnung hatte, daß derGeneral Cerrini sich längs der Ilm auf Nlrichshalben gewandthaben würde, so brach der Fürst endlich auf, um nach Liebstädtzu gehen und die Vereinigung mit den Generalen Tauentzien undHoltzendorf aufzusuchen; indessen zeigte ein Blick auf die Karte,daß es nicht unwahrscheinlich sei, der Feind habe die Ilm beiTieffurth oder Kromsdorf bereits überschritten und befinde sichzwischen dem Fürsten und Liebstädt. Es schien zugleich rathsam,die Truppen etwas weiter zurück zu sammeln, um ihnen Zeit zugeben, wieder den Gedanken des Widerstandes in sich aufkommcnzu lassen. Indem man noch berathschlagte, erhielt der Fürst durcheinen Offizier, der den verwundeten General Gr. Schmettau nachWeimar begleitet hatte, die erste, und gleich darauf durch einen