vom Könige gesandten Feldpostmeister die offizielle Nachricht vondem Ausgange der Schlacht bei Auerstädt, dem Rückzüge derHauptarmee auf Weimar und Erfurt, der tödtlichen Verwundungdes Herzogs von Braunschweig rc. Zugleich sah man einzelnefeindliche Kavallerietrupps in der Entfernung rechts, welche dieIlm bei Ober-Weimar passirt hatten. Der Fürst fragte umRath, was er sonst nicht zu thun pflegte. Viele riechen ihm,die große Sttaße nach Erfurt zu verfolgen; doch konnte dasnicht zugegeben werden, da man dadurch jede Verbindung mitder Elbe aufgab. Um nun nicht längs der Ilm auf Liebstädtdem Feinde in die Hände zu fallen, wurde beschlossen, einenUmweg zu machen, und geführt durch einen Weimarschen Husaren,ging der Fürst mit der Kavallerie-Kolonne — es ging geradedie Sonne unter, war also 5> Uhr vorbei — über Tröbsdorf,Daasdorf, Ottstädt und Ottendorf nach Schloß Vippach, woman um 10 Uhr eintraf.
Der General Wobcser mit seinem Dragoner-Regmt- undden beiden Bataillonen von Treuenfels hatte nach dem Durch-schreiten von Weimar den Rückzug nach dem Ettersberg fortgesetzt,den man bei einbrechender Dunkelheit erreichte und Halt machte,um die ermüdete Infanterie ruhen zu lassen. Anfänglich hatteder Feind noch von jenseits der Ilm versucht den Rückzug durchKanonenkugeln zu beunruhigen und war dann noch eine Streckemit etwas Kavallerie gefolgt. In der Finsterniß wurde derMarsch auf Buttelstädt fortgesetzt, doch als man den Ort brennensah und erwartete, der Feind habe ihn besetzt, bog man nachSchloß Vippach aus.
Der General Cerrini hatte hinter Weimar Anfangs dieStraße nach Buttelstädt eingeschlagen, sich dann aber weiter linksauf Kölleda gewandt, wo er am andern Morgen um 3 Uhr,aber nur mit den Regmtrn. Kurfürst, Klemens und dem Grena-dier-Bataill. Winkel ankam, indem die übrigen Truppen, —chaver, Maximilian, Friedrich August, Rechten und Le Coq —>n der Finsterniß einen andern Weg eingeschlagen hatten. —
Der General Holtzendorf hatte mit seinem Detaschement etwa2 Stunden bei Apolda gehalten und dem Gang des Gefechts bei