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1 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
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Regiment Pole»; sollte sich dem sächsischen Korps bei Mittel-Pöll-nitz anschließen, doch 100 Pferde des Regiments unter dem MajorHaugwitz über Neustadt und Pösneck patrouilliren nnd Nachrichtenvom Feinde einziehcn. Der Adjutant dcS Fürsten, Major Röder,begleitete die Patrouille, um nach Kahla Bericht zn erstatten. Aufdem halben Wege nach Kahla kam dem Fürsten bereits ein vomGeneral Grawert abgesandter Offizier mit der Meldung entgegen,daß der Prinz Louis den Franzosen auf Saalfeld entgegen gerücktsei; in HummelShayn erreichte ihn der am vergangenen Abendvon Erfurt abgegangcne Ingenieur-Major Engelbrecht, und dichtvor Kahla erhielt er durch einen sächsischen Ordonanzoffizier vonden Husaren einige Nachrichten, wie der Stand der Dinge beiSaalfeld zwischen 10 und I I Uhr gewesen war.

Das Gefecht bei Saalfeld am 10. Oktober.')

Es scheint angemessen, der Darstellung des Gefechts eineCharakteristik des Prinzen Louis, wie sie der General Clansewitzin seinem hinterlassenen Mannscripte gicbt, voranzuschicken, umdadurch ebenfalls ein Licht auf die Anordnungen im Gefecht zuwerfen.

Der Prinz war der preußische AlcibiadeS- Gleichsam alswäre er der erstgeborne Sohn des Mars, besaß er einen uner-meßlichen Reichthum von Herzhaftigkeit und kühner Entschlossen-heit, nnd wie gewöhnlich Majoratsherrn stolz auf ihren Reich-thum, das Andere vernachlässigen, so hatte auch er für eine ernsteBildung und Entwickelung seines Geistes nicht genug gethan.Die Franzosen nannten ihn un ornne; wenn sie damit einengeistlosen Tollkopf bezeichnen wollten, so war das Urtheil sehrverfehlt. Sein Muth war keine brutale Gleichgültigkeit gegen dasLeben, sondern ein wahres Bedürfniß nach Größe, ein wahrerHeroismus. Er liebte das Leben und genoß es nur zn sehr, aber

1) Siehe den Plan zum Gefecht bei Saatfeld. Es sind in demselbennur die ersten Anordnungen der Preußen angedeutet, um nicht die Ueber-sicht zu erschweren.