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Hierauf schrieb der Fürst Hohenlohe um 7^ Uhr Abendsdem Herzog:
„E- D- gnädiges Schreiben von heute Mittag 1 Uhr istmir so eben eingehändigt worden. Ich entsage einem Plane,den ich für gut und zweckmäßig hielt und der wahrscheinlichzu großen Resultaten geführt habe» würde, weil mir dieWillensmeinung Sr. Majestät und E. D. Wünsche heiligsind. (Diese meine Hoffnung war um so gegründeter, dadie Hauptarmee morgen schon in der Gegend von Hochdorfeintrifft). Die preußischen Divisionen bleiben nach E. D-Befehlen auf den angezeigten Punkten. Da der GeneralTauentzien beständig vom Feind angegriffen wird und ihnbeständig zurückwirft, da also dieser General mit dem Feindeengagirt ist, so begebe ich mich morgen mit Anbruch desTages an Ort und Stelle, und ordne das an, was mir dieBewegungen des Feindes zum Gesetze machen werden; ichwerde also nicht nur die Retraite des Generals Tauentziennach Gera, sondern auch die Retraite der Sachsen, die ichvorschieben mußte, den General Tauentzien aufzunehmen, anOrt und Stelle anordnen und befehlen, wie die Vorposten-Chaine nach General Tauentziens Abmarsch gezogen wer-den soll."
„Die Sachsen lasse ich, wenn es die Bewegungen desFeindes erlauben, bis Roda zurückgehen, um auf dem rech-ten Saalufer festen Fuß zu behalten. Denn geschähe die-ses nicht, so würde der Feind leicht Mittel finden, die Ueber-gänge bei Orlamünde und Kahla zu stopfen, und wir müßtensie dann mit Gewalt öffnen. Deswegen lasse ich die Sach-sen bei Roda, wenn ich bei meiner Ankunft in Neustadt dieSachen nicht zu verwickelt finde."
„Wie es beim General Tauentzien in diesem Augenblickaussieht, ersehen E. D. aus beiliegender Schreibtafel, inwelche der General seine kurze aber schöne Relation selbstniedergeschrieben hat. Ich erwarte in dieser Nacht einenzweiten Feldjäger zu erhalten, und werde nicht verfehlen,E. D. die eingegangenen Nachrichten sofort zu übersenden."