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1 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
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Rußland heilbringend ist, paßt nicht immer für knltivirtere Ge-genden und für preußische Truppen. Die spätere Eröffnung desKrieges, wodurch man der Vereinigung aller disponiblen Kräfteund der Hülfe der Russen gewiß war, würde denselben Zweckerreicht haben, den man mit jenen Maßregeln eigentlich erreichenwollte.

Nicht mit Unrecht hat man an dem Operationsplan ausgesetzt,daß das Korps des Generals Rüchel für die ihm gestellte Auf-,gäbe viel zu stark gemacht worden war. Es genügte offenbareine Division, vielleicht mit etwas mehr leichter Kavallerie ausge-rüstet; doch scheint es wohl, daß die Persönlichkeit des Generalsdazu beigetragen hat zu wünschen, ihm kein kleineres Kommando,als geschehen, zuzumuthcn. Weiter darf cs wohl als ein Fehlerbezeichnet werden, daß man es nicht bei der früheren Richtungdes westpreußischen Reservekorps auf Wittenberg beließ, und da-gegen mit diesem Korps zwei Zwecke verfolgen wollte. Gewißkam cs doch vor allen Dingen darauf an, die Hauptmacht derFranzosen zu schlagen, und dies konnte man nur mit einigerWahrscheinlichkeit, wenn man alle Kräfte dazu zusammen raffte.Gelang dies, warf man die Franzosen über den Rhein zurück, soerreichte die feindliche Diversion gegen das nördliche Deutschlandohne Weiteres ein Ende; gelang es nicht und mußte man denRückzug über die Elbe antreten, so war es immer noch Zeit, jeneDiversion näher zu beschauen. Ließ man das Reservekorps aufWittenberg in Marsch, nachdem sich der größere Theil der Trup-pen an der Spree versammelt hatte, so konnte es diese Bewegungam 27. September antreten und würde mit circa 12,000 Mannohne Beschwerde noch die Armee an der obern Saale bis zum10. Oktober erreicht und in der Hauptschlacht mitgewirkt haben.Es ist schon früher gezeigt worden, daß der Herzog von Brann-schweig, trotz der Berichte des Generals Blücher, sein Augenmerkbeständig auf das nördliche Deutschland gerichtet hatte; es ist da-her sehr wahrscheinlich, daß er es durchgesetzt hat, das Reserve-korps in die Richtung auf Magdeburg zu bringen.

Noch am Abend des 25,. September liefen im großeil Haupt-quartier vom General Grafen Tauentzien Nachrichten ein, nach