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1 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
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176
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welchen sich die Franzosen aus der Ober-Pfalz und dem Bam-bergschen zurückziehen sollten, um sich am Main zu konzentriren,wohin auch die feindlichen Truppen aus Schwaben und Bayerndirigirt sein sollten. Man glaubte hiernach im Hauptquartier, daßdie Vereinigung der französischen Armee bei Bamberg und Schwein-furt statt finden werde. Weiter erhielt man die Nachricht, daßsich die österreichischen Truppen bei Saah, Prag und Tabor sam-, melten, und daß die österreichischen Kriegsgefangenen weiter nachFrankreich zurücktrauöportirt würden. Der General-Lieutenantl'Estvcq meldete aus ''Neu-Ostpreußen, daß sich 25,000 Russenbei Brzesc in Lithauen, 20,000 Mann bei Wilna und -40,000Mann bei Grodno und Kauen zusammenzögen und die ganzeMacht unter die Befehle des alten Feldmarschalls Kaminskoi tretenwürde, so daß es allen Anschein hatte, daß der Antrag, 50,000Mann russischer Hülfstruppen durch Südpreußen und Schlesiendirigirt zu sehen, in Erfüllung gehen werde-

Am 28. September meldete der General Graf Tauentzienaus Hof,daß 300 Franzosen die Nürnberger Pflegämter alsAvantgarde besetzt, daselbst eine Menge Vieh, Lebensmittel undVorspann für eine Armee requirirt hätten, daß die französischenSoldaten zum Aufbruch bereit ständen, daß die Straßen aus demBambergschen nach Bayreuth rekognoszirt würden, und daß einegleiche Thätigkeit jenseits des MainS bei Schweinfurt herrsche,so daß sich ein baldiger Angriff ohne Kriegserklärung erwartenlasse."

Am Abend desselben Tages kehrte der Hauptmann Müfflingdes Generalstabes vom Fürsten Hohenlohe aus Chemnitz zurück.Er hatte den Obersten Massenbach bereits auf dem Wege nachChemnitz getroffen, und waren von demselben sofort die Märschenach der nunmehr einzuschlagenden'Richtung eingeleitet worden.Der Fürst war am 28. ebenfalls nach Chemnitz gekommen, undtrotz der Mißstimmung, in die er und sein Hauptquartier durchden neuen Operationsplan versetzt wurde, da derselbe in keinerWeise seinen Ansichten und denen des Obersten Massenbach ent-sprach, hatte er dennoch dem Könige seine Bereitwilligkeit erklärenlassen, auf die vorgeschriebene Art mit seinem Korps zu operiren.