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1 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
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sche Truppen mit Artillerie in allen Richtungen über das Gebirgemarschirt waren, ohne Verluste zu erleiden, und daß die Wegevon Kronach über Lobenstein nud Saalburg, so wie die überAdorf zur Zeit noch schlechter waren, als die über den ThüringerWald. Von einem Verhungern im Werrathal konnte wohl ebenso wenig die Rede sein, da es nicht die Absicht war, in demsel-ben stehen zn bleiben, und man sich einen Marsch weiter vor-wärts in einer schönen und fruchtbaren Gegend befand. Be-denkt man ferner, daß die Avantgarden der beiden Armeen einenTagemarsch vorausgingen, daß die Rnchelschen Vorposten bereitsim oberen Werrathale standen und die Bewegungen der Franzo-sen beobachteten, so wird man zugeben müssen, daß eine vollstän-dige Ueberraschnng der einzelnen Kolonnen im Augenblick desDebouschirenö nicht wohl zu befürchten war. - Das lehtgedachteBedenken, die Unkenntniß des Terrains jenseits des Mains, er-scheint als ein völlig Nichtiges und zeigt von der unglaublichenDürftigkeit der Begriffe von der Kriegführung, da eine allgemeineKenntniß von der Beschaffenheit des Terrains in jener Gegenddoch unmöglich in einer Armee fehlen konnte, in der ein so großerWerth auf das Terrain als solches gelegt wurde, mithin hier nurvon der Unkenntniß der Details des Terrains die Rede sein konnte.

Andere Gegner des Operationsplanes tadelten den Aus-gangspunkt desselben, nämlich die Absicht, die Franzosen in ihrenQuartieren zn überraschen. Man sagte: Napoleon sei nicht derMann, bei dem man auf Fehler Berechnungen anstellen dürfe,mithin habe auch der im preußischen Hauptquartier entworfenePlan eine schlechte Grundlage. Das Banen auf Fehler des Geg-ners darf aber in der Kriegführung niemals gänzlich bei Seiteliegen gelassen werden; es gehört nur dazu, daß man nicht aus-schließlich Alles auf diese Fehler stellt, sondern sich darauf vor-bereitet, es auch ganz anders zu finden, als man gehofft hatte.Das hatte man aber auch preußischer Seits nicht verabsäumt, in-dem man sich darauf vorbereitete, die Franzosen bereits vereinigtoder sogar bereits in der Bewegung begriffen zu treffen. Beider großen Kriegserfahrung der französischen Generale konnte manallerdings nicht erwarten, daß der Erfolg der Überraschung durch