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Zur 2ten und 3ten Chargirung und andern Artillerie-Bedürfnissen wurden mitgesührt:
1) 26 Park- oder Munitions-Kolonnen je zu 35 — 45Fahrzeugen,
2) 2 Brandgeschoß-Kolonnen, je zu lO Fahrzeugen,
3) 8 Laboratorien-Kolonnen zu 8 Fahrzeugen,
4) 8 Handwerks-Kolonnen je zu 7 Wagen und 1 Feld-schmiede;
5) 4 Modderbrücken-Kolonnen je zu 8 Wagen mit 4 Mod-derbrücken zum Ueberschreiten von Gräben; sie wurden von dendabei befindlichen Zimmerlenten geschlagen und ausgenommen.
Die zu den Kolonnen kommandirten Artilleristen hatten außerder Sorge für die Erhaltung der Munition, auch die Bestimmungden Dienst bei den Belagerungen zu verrichten.
Zum Ersatz des Abganges an Pferden der Artillerie solltender Armee 8 fliegende und 4 stehende Pferdedepots, Erstere mitje 100 Pferden und 4 Wagen unmittelbar, Letztere zu je 200Pferden und 4 Wagen bei den Hauptdepots folgen.
Nach den neueren Ansichten dürfte es auffallen, daß man inder Linie außer den Bataillons- und den reitenden Geschützennur 12 pfundige Kanonen eiugeführt hatte- Man hatte indessengeglaubt, daß die 12pfünder wegen ihrer großem Trageweite undihrer überwiegenden Kartätschwirkung sich vorzugsweise zu denLinien-Batterien eigneten, und es besser sei, etwas beschwerlicherzu marschiren und dagegen den Feind mit mehr Sicherheit zuschlagen, als leichter zu marschiren und den Kürzeren zu ziehen-Die Wirksamkeit der 12 Pfänder war durch sehr ausgedehnteVersuche festgestellt worden.
Außer der aufgeführten Feldartillerie befanden sich noch inden Festungen 17 Artillerie-Kompagnien von verschiedener Stärke,welche bei entstehendem Kriege je um 8 Mann verstärkt wurden,so daß sich deren ganze Stärke auf 108 Offiziere, 17 Zeug-schreiber, 169 Unteroffiziere, 170 Bombardiere und 2086 Kano-niere belief.
Die Bespannung der Artillerie war mittelmäßig. Das Fuhr-wesen wurde, wie erwähnt, durch Stückknechte und Trainbediente