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4 : 2, Der Felzug von 1807. - 1851 (1855)
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Anfang Januars hatte der Oberst Lucadou, gedrängt vondem int. 2 Kommandanten, Hauptmann Waldenfels, einen Ueber-fall auf Wollin beschlossen, da man Nachricht erhalten hatte, daßdie Stadt nur schwach besetzt sein solle. Was man eigentlich inWollin gewollt, wenn das Unternehmen gelang, mochte schwer zubestimmen sein, denn man kann kaum annehmen, daß der OberstLucadou mit dem Besitz dieses Punktes auch die erwähnten PläneSchill's vollständig in Ausführung gebracht haben würde, wennauch der Hauptmann Waldenfels für dieselben eingenommen ge-wesen wäre.

Zu dem Ucberfall verließen am 5. Januar die Festung200 Mann Infanterie der beiden in der Formation begriffe-nen Bataillone Grenadierbataillon Waldenfels und Füsilierba-taillon Möller unter dem Hauptmann Möller, 40 Pferdevom Regiment Balliodz, 20 Pferde Schill'schec Kavallerie und4 reitende Geschütze unter dem Major Jargow von Bailliodz-Kürassiereu und marschirten unter dem Kommando des Haupt-manns Waldenfels nach Greiffenberg, woselbst die dort und inTreptow seit Kurzem aufgestellten und der Kolberger Besatzungangehörenden Abtheilungen, 2<i0 Mann unter dem HaupmannRöll vom 0- Musketier-Bataillon von Owstien sich anschließen soll-ten I. Man beabsichtigte Wollin von drei Seiten zugleich an-zugreifen uud sollte zu dem Ende ein Detaschement von 80 M.Infanterie und 10 Jägern unter dem Lieutenant Blankenburg beiGaulitz oberhalb, und ein gleich starkes Detaschement unter demLieutenant Grumbkow vom 3. Bat. von Owstien bei Zobbin un-terhalb Wollin auf Kähnen über die Divenow setzen, um vorTagesanbruch die Stadt von der Landseite her anzugreifen, sich

1) Es hat nicht ermittelt werden können, welcher Hülfsmittel man sichbedient hat, das von Kelberg am 5. Januar abgegangene Kommando nochan demselben Tage nach dem 5^ Meilen entfernten Greiffenberg zn ver-setzen und es in der Nacht zum 6. wieder ausbrechen zu lassen um amMorgen des 6. in dem beinahe 5 Meilen entfernten Wollin ein Gefechteingehen zu können, denn wenn auch die Infanterie ans dem Marsch nachGreiffenberg auf Wagen gesetzt sein sollte, so mußte die Kavallerie doch die10^ Meilen in einem Strich marschiren.

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