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Der Feind, durch die fortwährenden Streifereien Schills end-lich angeregt, sandte von Stettin gleichfalls Abtheilungcn vor,welche nicht selten bis in die Nähe von Naugardt und Greiffen-berg streiften, jedoch immer zurückgetrieben wurden. So war auchein feindliches Kommando von 80 Pferden auf Greiffenberg imMarsch gewesen, um Schill aufzuheben, aber von einer gegenMassow vorgeschickten Patrouille entdeckt worden. Schill, der sichzufällig mit 30 Pferden in Triglaff befand, hatte gerade den Plangefaßt, seinem Gegner den Rückzug abzuschneiden, als eine Sta-fette von Kolberg eintraf und den gemessenen Befehl brachte, so-fort und mit Hintenansetzung jeder Unternehmung nebst sämmt-lichen in Greiffenberg gesammelten Truppen und Vorräthen nachder Festung zurückzukehren, da die Kommandantur eine Organi-sirung von Truppen-Abtheilungen außerhalb Kolberg zu gestattennicht Willens sei. Der Lieutenant Schill mußte gehorchen, unddie 45—50 Jäger, welche sich bereits um ihn gesammelt hatte»,wurden der Stamm zu einer Jägerkompaguie unter dem Haupt-mann Dobrowolsky vom Feldjäger-Regiment, der von Hamburgaus glücklich Kolberg erreicht hatte, aber erst auf besonderen kö-niglichen Befehl von der Kommandantur zur Formation dieserKompagnie verwandt wurde.
Sv hatte der Kommandant das bisher von Schill befolgteSystem des kleinen Krieges für den Augenblick aufgegeben unddas Land den Streifereien des Feindes Preis gegeben, wohl inder Besorgniß, daß Schill seine Nnternehmungen zu weit aus-dehuen und den Feind allzusehr auf Kolberg aufmerksam machenwürde. An Stelle von Schill wurde der Lieutenant Graf Herz-berg mit einem Kommando von Balliodz-Kürassieren nach Greif-senberg vorgeschoben, indessen bat dieser Offizier bald um seineAblösung, und Schill mußte in den ersten Tagen des Januars1807 wiederum das Kommando in Greiffenberg übernehmen, woer indessen bald erkrankte. Dem Lieutenant Hirschfeld hatte dieRuhe in Kolberg nicht zugesagt; er war nach Schlesien ge-zogen
1 ) s. den Zug des Lieutenants Hirschfeld Seite 218 .