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eines Thores zu bemächtigen, dann durch die Stadt nach demBrückenthor zu eilen, dieses zu öffnen und so nach Niederlassungder Zugbrücke dem ans dem rechten Ufer bereit stehenden Grosden Eingang zu verschaffen.
Die Franzosen hatten schon frühzeitig gesucht, sich in denBesitz der Inseln Usedom und Wollin zu setzen, und bereits MitteNovembers hatte der General Bertrand, in Begleitung des preu-ßischen ehemaligen Ingenieurs vom Platze Stettin, Major Ha-renberg'), die Lage der Inseln, so wie den Zustand der an derMündung der Swiene von den Preußen gegen die Schwedenangelegten Verschanzungen und des Hafens untersucht. Balddarauf wurden die Inseln bei der Schwäche der Garnison vonStettin aus den Hauptpunkten durch geringere Abtbeilungen be-setzt, und erst Anfang Januars hatte der M. Mortier in Folgeder preußischen Streifereien 1 Bataillon des 2. leichten Infan-terie-Regiments nach Wollin rücken lassen, auf welches nun derHauptmann Waldenfels bei seinem Unternehmen stieß.
Die beiden preußischen Seiten-Detaschemeuts setzten sich, dasie den weitesten Weg zurückzulegen und den meisten Aufenthaltdurch das Uebersetzen zu gewärtigen hatten, bereits am Abend des5. von Greiffenberg in Bewegung- Zwei Stunden später folgtedas Gros; Hauptmann Noll mit seiner Infanterie machte dieAvantgarde, dann folgte die Kavallerie mit 2 Geschützen unterdem Major Jargow, und endlich der Hauptmann Möller mitseiner Infanterie und 2 Geschützen.
Wider die Instruktion setzte sich der Major Jargow vor dieInfanterie, die zum Theil auf Vorspannwagen gesetzt wordenwar, aber der Kavallerie doch nicht dicht auf zu folgen vermochte.Mit Tagesanbruch des 6. erreichte man die Gegend vor Wollin,wo der Hauptmann Waldenfels von dem Lieutenant Grumbkowdie schriftliche Meldung erhielt, daß der Uebergang bei Zobbinsich wegen Mangels an Booten verzögern werde und erfuhr, daß
1) Der Major Harenberg wurde nach dem Frieden wegen dieserReise, zu der er von den Franzosen aufgefordert worden war, vor einKriegsgericht gestellt.