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dem Ehrgeiz des Hauptmanns Waldenfels, für das Wohl derFestung keine günstige sein konnte. —
Die Zeih welche Napoleon der Festung Kolberg beließ, umdas, was ihr an Vertheidigungsmitteln gebrach, so weit dies thun-lich zu ergänzen, würde den ersten Abschnitt der Darstellung derBegebenheiten bilden, und dann zur Vertheidigung der Festungübergegangen werden können; indessen fallen in jenen ersten Ab-schnitt auch alle diejenigen Bewegungen außerhalb Kolberg, welchenicht allein unmittelbar zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeitder Festung beitrugen, sondern auch an sich eine bestimmte Be-deutung haben, da sie die aktive Wirksamkeit der Festung enthal-ten, welche Napoleon zuerst nöthigte, seine Aufmerksamkeit auch aufdiesen, scheinbar ganz vergessenen Punkt zu richten, und weil siezugleich das Wirken eines Mannes darstellen, der sich in der Ge-schichte dieser Zeit einen Namen gemacht hat, das Wirken desLieutenants Ferdinand von Schill. Es soll daher hier zunächstnur eine allgemeine Uebersicht der Thätigkeit zur Armirung undzum Ravitaillement der Festung gegeben werden, um später dieDetails an ihrem Ort nachzuholen. —
Beim Eingänge der Nachricht von der Niederlage der preuß.Armee ließ der Kommandant sogleich die Geschütze aus den deta-schirten Werken in die Festung bringen, weil bei der geringen Be-satzung vor der Hand nur an die Vertheidung deS Hauptwallesgedacht werden konnte, wozu auch sogleich die nvthigen Vorkehrungengetroffen wurden. Der Ingenieur begann mit dem Reinigen desGlacis und der Bermen vom Strauchwerk, dem Bonnetiren derausspringenden Winkel, dem Einschneiden von Scharten, Legenvon Bettungen, Anfertigen und Herbeischaffen von Faschinen undSchanzkörben, und der Pallisadirung der Berme des Hau^twal-les und einiger Außenwerke nach Maßgabe des vorhandenen unddisponiblen Holzes; da indessen der Kommandant das Eigenthumder Bürger so lange als möglich schonen wollte, Geld zum An-kauf von Holz nicht vorhanden war, so konnte auch mit dieserArbeit nur langsam vorgeschritten werden, so daß noch währendder Belagerung selbst mehrere Linien des gedeckten Weges palli-sadirt werden mußten, und zuletzt doch der gedeckte Weg der Gel-