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licher Parlamentair erschien, welcher die Nachricht von dem inPreußen abgeschlossenen allgemeinen Waffenstillstände übcrbrachte.
Da man dem Grafen Götzen die Nachricht von diesem Waf-fenstillstände bereits am 1. Juli früh aus dem HauptquartierBreslau mitgetheilt hatte, so scheint es, daß man die Haltungvon Silberberg noch habe prüfen wollen. —
Der Graf Götzen, welcher nach der Abreise Jeromes nachBreslau zunächst mit dem General Vandamme zu thun hatte,und wußte, in wieweit auf Treu und Glauben bei diesem Gene-ral zu rechnen war, vermied jede Gemeinschaft mit dem Feinde,ließ die Sicherheitsmaßregeln verdoppeln, und alle Anstalten tref-fen, den Feind zurückzuweisen, falls derselbe nicht die Konventionvon Hassitz durch den allgemeinen Waffenstillstand als aufgehobenbetrachten und die Uebergabe von Glatz am 26. Juli verlan-gen sollte.
Am 4. Juli langte der Hauptmann Dalmer mit der Nach-richt vom abgeschlossenen Waffenstillstände auö Preußen in Glatzan; der Graf Götzen sandte ihn sogleich mit der Bitte zurück,der König möge ihm für den Fall, daß der Waffenstillstand nichtzum Frieden führe, keinen Befehl zur liebergabe, sondern zur Ver-theidigung von Glatz geben, indem er, der Graf, die Konventionnur geschlossen habe, um Zeit zu gewinnen, und da dieS erreicht,sich bis zum letzten Centner Pulver vertheidigen werde- Denauswärts Glatz kommandirenden Offizieren wurde der Befehl zu-gesandt, ebenfalls die Feindseligkeiten einzustellen, doch glaubteder Rittmeister Hirschfeld, die Befehle eines Vorgesetzten, der eineKonvention abgeschlossen, nicht beachten zu dürfen, sondern begabsich nach Schreiberhau, ermunterte die dort zurückgelassenen Trup-pen zur Fortsetzung der Feindseligkeiten, was ihm indessen nurmit einem Theile derselben gelang. Der Graf Götzen erhielt hier-von erst am 8. Juli Nachricht, und sandte sogleich den Haupt-maun Caspar! und den Lieutenant Grafen Neichenbach mit derAbschrift seines Befehls an Jerome, um sich zu entschuldigen,und um Pässe für beide Offiziere resp. nach Kofel und an denRittmeister Hirschfcld zu bitten. In dem Hauptquartier des Je-rome hatte sich indessen die Stimmung sehr geändert, da Napo-