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4 : 2, Der Felzug von 1807. - 1851 (1855)
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leon sich über die eiugegangenen Konventionen mißbilligend ge-äußert hatte. Man ließ sich gegen die preußischen Offiziere ineinem sehr gereizten Tone dahin ans, daß eS den Anschein habe,als wolle man in Kosel Anstand nehmen, die Festung am 16. Julizu übergeben, welches auf jeden Fall geschehen müsse, widrigen-falls die Belagerung selbst dann wieder beginnen würde, daß derFriede ratificirt werden sollte; man ließ durch die Offiziere denGrafen Götzen auffordern, dem Kommandanten von Kosel denBefehl zur Uebergabe zu ertheilen, im Verweigerungsfall würdendie Feindseligkeiten am 15. Juli auch vor Glatz beginnen; wegender Hirschfeldschen Truppen würde man sich selbst zu helfen wis-sen. Die beiden Offiziere kehrten daher unverrichteter Sache nachGlatz zurück.

Der Kommandant von Kosel hatte nämlich in Bezug aufdie Bedingungen des Tilsiter Waffenstillstandes einige Auffor-derungen wegen des Ravitaillements der Festung an das Blo-kade-Korps ergehen lassen; der kommandirende Offizier hatte beiJerome angefragt, und zur Antwort erhalten, daß dies Alles nichtnothwendig sein dürfte, da die Festung ja binnen wenigen Tagenübergeben werden müsse. Der Kommandant hatte nun sehr rich-tig auseinandergesetzt, wie die Uebergabe einer Festung und dieGefangennehmung einer Garnison während eines allgemeinenWaffenstillstandes, gegen allen Kriegsgebrauch, im vorliegendenFall aber auch gegen die ausdrückliche Bestimmung des Waffen-stillstandes sei, da dieser festsctze, daß während seiner Dauer inAnsehung der Festungen Schlesiens Alles in statu czuo, wie eSam 25. Juni gewesen, verbleiben, die Garnison und Kriegsbe-dürfnisse nicht vermehrt, dahingegen auch französischer Seits keineFortschritte gemacht werden sollten; er könne daher die Festungohne Befehl des Königs oder des General-Gouvernements nichtübergeben. Da nun der Graf Götzen zwar wußte, daß Koselsich nicht länger vertheidigen könne, aber hoffte, die brave Gar-nison werde sich nicht früher wirklich ergeben, als bis die Feind-seligkeiten eröffnet würden, wodurch auch ihm Veranlassung zumBruch der Glatzer Konvention gegeben wäre, so schrieb er unterm11. Juli an Jerome, daß er mit den Ansichten des Obersten