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4 : 2, Der Felzug von 1807. - 1851 (1855)
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betrachtet werden sollten. Nach einer Lokal-Besichtigung vonSeiten des Feindes wurde eine solche Linie verworfen, und eineandere, die zum offenbaren Nachtheil der Vertheidigung gereichthaben würde, vorgeschlagen. Die Unterhandlungen wurden ab-gebrochen, und der Kommandant kehrte unter Begleitung des feind-lichen Oberstlieutenants Braun zurück, der nichts unversucht ließ,ihn zu einer Kapitulation zu bewegen, ohne Gehör zu finden.

Am Abend um 10 Uhr kam der Oberstlieutenant Braun alsParlamentair abermals nach Silberberg, um dem Kommandan-ten die zuverlässigsten Mittheilungen über die Siege der französi-schen Armee in Preußen zu machen, welche ihm beweisen sollten,daß von einem Entsatz gar nicht die Rede sein könne; es solltenihm die Abschriften der Kapitulationen von Neiße, Koscl undGlatz vorgelegt werden, um die für ihn passendste als Norm zubetrachten; bis um 6 Uhr Morgens des 1. Julis verlangte derfeindliche General Antwort, wo dann der Waffenstillstand einEnde haben sollte. Der Kommandant erklärte sich am folgendenMorgen zu nichts bereit, als zu einem vorläufigen Waffenstillstandohne weitere Verbindlichkeiten. Um 6 Uhr hörte somit der Waf-fenstillstand auf, doch hatte der Feind schon während desselben inder Nacht versucht, die große Strohhaube zu überrumpeln, wo erdurch einen Hagel von Kartätschen nnd Handgranaten znrückge-wiesen worden war. Nun arbeitete er an einer Batterie für3 Haubitzen, 275pfündige Mörser nnd 2 Kanonen auf derHahukuppe, wurde zwar durch das Feuer der kasemattirten Bat-terie, der Flügel-Redoute und der kleinen Strohhaube sehr be-hindert, brachte aber dennoch Geschütze hinauf, und fing, trotz derUnvollkommenheit der Deckung, bereits um 3 Uhr Nachmittagsam 1. Juli an, dieselben spielen zu lassen. Von beiden Seitendauerte das Feuer mit Heftigkeit 5 Stunden lang. Der Tenailledrohte während desselben ein großes Unglück. Auf einen Sturmvorbereitet, lagen auf dem obersten kleinen Walle 250pfündigeBomben, 16 lOpfündige Granaten und 150 Handgranaten,welche durch Unvorsichtigkeit in die Lust gesprengt wurden, ohnejedoch den geringsten Schaden zuzufügen. Bis um 11 Uhr inder Nacht dauerte das Feuer mit Unterbrechungen, wo ein feind-

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