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4 : 2, Der Felzug von 1807. - 1851 (1855)
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tig gezeichnete Pläne der Festung und nächsten Umgebung, undfügte hinzu:es bewege ihn nur das Gefühl der Menschlichkeit,dem Grafen einen äwöchentlichen Waffenstillstand mit demnächsti-ger Uebergabe von Glatz und Silberberg anzutragen; er habekeinen kriegerischen Ehrgeiz und wünsche sehnlichst den Frieden;er würde diesen Waffenstillstand auch ohne alle Bedingungen an-bieten, da diese durch den zu erwartenden allgemeinen Friedenoder Waffenstillstand doch aufgehoben würden, aber sein Bruderdulde keinen Stillstand der Operationen, wenn nicht etwas We-sentliches dadurch erzielt würde." Der Graf Götzen lehnte diesesAnerbieten nicht bestimmt ab, erklärte aber, daß der Termin von4 Wochen zu kurz sei, und von der Uebergabe von Silberberggar nicht die Rede sein könne, daß aber auch selbst für die vonGlatz nur die Einwilligung sämmtlicher Stabsoffiziere der Gar-nison einen Erfolg der Unterhandlungen herbeiführen könne-')Jerome erbot sich endlich, obgleich ihn sein Bruder nur zurSchließung eines Waffenstillstandes auf 30 Tage authorisirt habe,diesen dennoch bis zum 26. Juli ausdehnen, die Blokade-Trup-pen auf der schlesischen Seite überall über einen Kanonenschuß,auf der böhmischen Seite über ^ Meile von der Festung zurück-ziehen zu wollen, so daß das dazwischenliegende Terrain zur Dis-position der Besatzung verbliebe; er erbot sich ferner, der Gar-nison das Hereinbringen aller Bedürfnisse, mit Ausnahme vonMunition und Armatur, gestatten, und die eigenen Truppen nichtallein aus der Umgegend, sondern regelmäßig durch Lieferungenaus ganz Schlesien verpflegen lassen zu wollen. Der GrafGötzen versprach, am Abend Antwort zu ertheilen, und wurdehierzu der Waffenstillstand bis zu dieser Zeit verlängert.

Nach der Rückkehr von Wartha versammelte der Graf Götzendie sämmtlichcn Stabsoffiziere der Garnison Glatz, und forderte

1) Man konnte deutlich wahrnehmen, daß Jerome Alles daran lag,die Feindseligkeiten beseitigt zu sehen, wozu, nach der Angabe des GrasenGötzen, hauptsächlich der Umstand beigetragen haben soll, daß Napoleon ver-langte, sein Bruder solle bei den Truppen verbleiben, und daß bei einerRekognoszirung von Glatz am 21. Juni die 24Pfünder der Festung einigeKugeln mitten in sein Gefolge gebracht hätten.