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4 : 2, Der Felzug von 1807. - 1851 (1855)
Entstehung
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des verschanzten Lagers und im Stande sei, das Bombardementder Stadt unverzüglich zu beginnen, wolle er dennoch aus Mensch-lichkeit zu einem Arrangement die Hand bieten, und schlage des-halb eine nochmalige Unterredung und einen ästündigen Waffen-stillstand, zur Beerdigung der Todten und Wegschaffung der Ver-wundeten, vor." Der Graf Götzen ging auf diesen Vorschlagein und fuhr nm Mittag nach Wartha. Am Paßberge fand ereinen Bivouak von 4 Bataillonen und einem Kavallerie-RegimentBayern, den polnischen Ulanen und einem Park von 30 bis40 Geschützen; auf dem ganzen Wege von dort nach Warthastieß er ans eine ununterbrochene Reihe von Wagen mit verwun-deten Freunden und Feinden. In Wartha wurde der Gras durchden versammelten Generalstab empfangen, und sogleich zu Jeromegeführt. Dieser legte dem Grafen die Rapporte der Truppen inSchlesien und unter seinem Befehle vor; nach diesen sollten20,000 Mann vor Glatz, 1 Bataillon Sachsen in und beiNeiße stehen, 2000 Mann mit Geschütz auf Glatz im Anmarschbegriffen, 10,000 Polen, die zum Theil noch unbewaffnet, zu sei-ner Disposition gestellt worden sein, und 45000 Mann Fran-zosen, meist Rekonvaleszenten, in Schlesien zerstreut stehen; essollten ferner bereits 100 Stück Geschütz vor Glatz versammelt,und von Neiße noch 70 Piecen, meist Wurfgeschoß, unterwegessein. Er bot dem Grafen Götzen an, in Begleitung eines seinerAdjutanten sämmtliche Bivouaks der Truppen zu besuchen, welcheausrücken sollten, damit sich der Graf von der Wahrheit aller An-gaben überzeugen könne- Der Graf Götzen antwortete auf allediese Vorstellungen, daß er zwar nur eine verhältnißmäßig schwache,aber auch brave Truppenzahl befehlige, und ihm eine formidable,mit einem tüchtigen Minensystem und 7lU tiefen, in Felsen ge-sprengten Gräben versehene Festung entgegenzusetzen habe, wor-auf ihm Jerome erwiederte, daß er den Zustand von Glatz sehrwohl kenne, und wohl wisse, daß, wenn die Stadt in Feuer auf-ginge, was sein nächstes Augenmerk sein müsse, die Besatzungihre Hauptmagazine, und ein großer Theil der Garnison sein Un-terkommen verlieren würde- Er legte nun dem Grafen ein An-griffsprojekt auf Glatz vor, eingetragen in zwei vollkommen rich-