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ist sicher, daß, wenn die Schanze auf dem Kreuzberge nicht förm-lich überfallen, sondern gehörig vertheidigt worden wäre, derSturm dem Feinde unendlich mehr Schwierigkeiten nnd Verlustegekostet, ja daß er das Unternehmen, für diese Nacht wenigstens,vielleicht ganz aufgegeben haben würde, da die übrigen Angriffeerst erfolgten, als von der eroberten Schanze Nr. 9. bas Signaldazu gegeben wurde. In wieweit dem kommandirenden Offizierin jener Schanze etwas zur Last fällt, läßt sich nicht mehr genauangeben; jedenfalls aber konnte es ihm nicht unbekannt sein, daßdie Ueberschwemmung noch nicht zu Stande gekommen, daß derFeind Anstalten machte, in seiner rechten Flanke die Neiße zuüberschreiten, und dann war es seine Schuldigkeit, durch unaus-gesetzten Patrouillengang für die Sicherheit seines Postens Sorgezu tragen, und während der Dunkelheit seine ganze Besatzung inder Schanze versammelt zu behalten. Er entschuldigte sich zwar,daß seine Jäger sich nicht zur Vertheidigung von Schanzen ge-eignet hätten, doch war der größte Theil derselben mit Bajonett-büchsen bewaffnet, und außer ihnen noch etwa 79 Kommandirteder Infanterie in der Schanze, die trotz des Ueberfalls auf ihremPosten waren.
Mau könnte tadeln, daß man bei der Schwäche der Be-satzung des Lagers, nicht noch einen Theil der Garnison in denzunächst belegenen Vorstädten zum Repli bereit, durch sie denGötzen- und Minoritenhof besetzt gehalten habe, allein bei dergroßen liebermacht des Feindes und bei dem Schein-Angriff gegendie Slattbefestignng glaubte man nirgends Truppen entbehren zukönnen, um einem anderweitigen gewaltsamen Angriff dcS Fein-des gewachsen zu sein.
lieber die Anlage des verschanzten Lagers, über die Ver-theidigungssähigkeit der einzelnen Schanzen an sich und im Zu-sammenhänge mit einander, ist mau außer Stande, ein begrün-detes Urtheil zu fällen, da auch von den Augenzeugen, welchewesentlich beim Ban des Lagers thätig gewesen sind, keine ge-nügende Auskunft über alle diese Punkte gegeben worden ist.
Um 9 Uhr Morgens des 24. schickte Jerome abermals zumGrafen Götzen, und ließ ihm sagen: „ungeachtet er im Besitz