232
tm nur das Gesuch um Auswechselung eines südpreußischen Jn-surgenten-Offiziers, das aber abgclehnt wurde. Bei einem Nor-fall, der sich nach dem Abgänge des Fürsten von Anhalt Pleßereignet hatte, war in der desfallsigen Berathung, wobei die höhe-ren Stabsoffiziere sich betheiligten, festgestellt worden, daß be-stimmte Offiziere mit dem Empfange der feindlichen Parlamentairebeauftragt werden und die Anweisung erhalten sollten, Niemandin die Festung einzulasse», vielmehr die Depeschen oder mündli-chen Aufträge der Parlamentaire abzunehmen und der dazu be-stimmten Kommission zu überbringen, so daß alle Unterhandlun-gen mit dem Feinde zur Kenntniß sämmtlicher höherer Offizieregelangen mußten.
Um 11 Uhr Vormittags wurde die Blockhausschanze durchwürttembergische Jäger und in der Nacht zum 26. das FortPreußen zu vier verschiedenen Malen allarmirt.
Am 26. Februar zündete die Besatzung die fürstbischöflicheZiegelei an, am 27. die Viehweiden-Mühle, das Vorwerk Kar-lau, die Wachsbleiche und die der Festung zunächst gelegenenHäuser. Der Feind stellte eine Truppen-Abtheilung zwischen Bie-lau und Ober-Neuland in einem Hüttenlager auf, und besetztenun auch die Dörfer Ober-, Mittel- und Nieder-Neuland.
In der Nacht zum 28. schnitt der Belagerer oberhalb derNeu-Mühle die Biele ab, besonders wohl, um der Blockhaus-schanze das zu ihrem Schutze benöthigte Wasser zu entziehen, dochwurde die Absicht des Feindes durch höhere Anspannung derSchleuse Nr. 1. vereitelt und das Wasser binnen wenigen Stun-den ersetzt. — Das Retranchement vor den Bastionen 1. und 10.und später die Blockhausschanze, wurden durch Jäger und Artil-lerie angegriffen, um durch diese fortgesetzten Allarmirungen, be-sonders in der Nacht, die Besatzung zu beschäftigen, zu ermüdenund ihre Aufmerksamkeit zu zerstreuen, wie dies vor Schweidnitzgute Früchte getragen hatte.
Am 28. Februar Abends 11 Uhr brannte der Feind denWellenhof in Ober-Neuland nieder.
Am 1. März Morgens allarmirte der Feind wiederum das