231
26 —10 pfundige i
18—50 - ^ — 48 Mörser.
4—140 - (Steinmörser) s
-Außerdem waren noch vorhanden 6 Falkonets und 220eiserne Köhorns.
Außer der großen Anzahl fertiger Munition und einemNeberfluß an Geschossen und an Blei waren 6140 Centner Pul-ver in Fässern und 16 Centner Mehlpulver vorräthig.
Mit baarem Gelde war man bis Ende des März versorgt,und erhielt kurz vor der Einschließung noch 20,000 Thaler inPfandbriefen vom General-Gouvernement überwiesen.
Nach der Ansicht des Gouvernements bestanden die feind-lichen Streitkräfte nur aus 5—6000 Mann, worunter 1000 bis1500 Mann Kavallerie, so daß allerdings die Besatzung verhält-nißmäßig stark gewesen wäre, wenn sie nicht durch mangelhafteZusammensetzung, Ausbildung und Ausrüstung, und theilweiseauch durch geringe moralische Beschaffenheit, von einer recht akti-ven Vertheidigung zurückgehalten worden wäre. Ein passives Ver-halten, ein Dulden von Beschwerden, konnte von diesen Truppengefordert werden; aber große Ausfälle zum Fernhalten des Fein-des, zur Zerstörung der Belagerungsarbeiten, durfte ihnen um soweniger zugemuthet werden, als die Stadtbefestigung, gegen welcheder Feind den Hauptangriff richtete, das Debouchiren bedeutenderschwerte.
Die Stimmung der Bürger war, wie überall in Schlesien,treu und ergeben; sie waren bereit, Hab und Gut ohne KlagePreis zu geben, wenn die Vertheidigung der Festung es mit sichbrachte.
In der Nacht zum 25. Februar wurde der größte Theil derFestung, besonder? das Fort Preußen allarmirt, daher auch derKommandant dieses Fort von nun an nur noch in dringendenFällen verließ.
Am 25. Februar wurde von der Besatzung ein Theil deräußeren Mähren-Gasse in Brand gesetzt. Ein Parlamentair, dereingelassen zu werden begehrte, wurde abgewiesen, die Depeschenam Tambour der Johannis-Mühle abgenommen. Sie enthiel-