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Bereits am 16. war der Rittmeister Schmiedeberg mit 2 Schwa-dronen ans Grottkan vorgegangen, um daselbst einige vom Feindeeingetriebene Kontributionsgelder aufzuheben. Fast eine Meilehinter der Stadt war es der Avantgarde gelungen, den Geld-transport einzuholen und 12,000 Thlr. einzubringen. Am 10. Fe-bruar war der Rittmeister Eisenschmidt durch Neiße gegangen undhatte sich in HeiderSdorf unter den Kanonen der Festung auf-gestellt.
Am 22. Februar brachten die gegen Müusterberg vorgegan-genen Patrouillen Meldung von dem Anmarsch eines feindlichenKorps, und die in einem leichten Scharmützel bei Woitz auf derStraße nach Ottmachau gemachten Gefangenen sagten aus, daßder General Vandamme mit den Württembergern zur Belagerungvon Neiße vorrücke. Die Kavallerie des Rittmeisters Eisenschmidtwurde am Abend von Heidersdorf nach der Festung zurückge-nommen.
Am 23. Februar rückte der General Vandamme von Ott-machau und Münsterberg gegen Neiße ') vor, so daß die in derRichtung auf Vw. Schilde vorgegangene Kavallerie der Besatzungbald ans einen überlegenen Feind stieß und sich zurückzog. DerFeind entwickelte sich außer Kanonenschußweite hinter dem Schil-der-Grunde, mit dem rechten Flügel der Infanterie an Glum-penau, die Kavallerie links bis gegen Gießmannsdorf. Um demFeinde die sofortige Rekognoszirung des Platzes zu erschweren,ging die Kavallerie der Besatzung unterm Schutz der Artillerie derKaninchen-Redoute abermals vor, wobei es auf dem Thomas-Schildcrberge zu einem lebhaften Scharmützel kam, in welchem dieWürttemberger einige Todte auf dem Platz liegen ließen und 5 Ge-fangene verloren. Das Feuer des Feindes aus 1 Kanone und1 Haubitze am Schildcr-Grunde gegen die Kaninchcn-Redouteund die vorgegangene Kavallerie war ohne Wirkung geblieben.Am Mittag wurde die preußische Kavallerie nach der Festung zu-rückgenommen, worauf der Feind seinen linken Flügel vorschob,Heidersdorf niedcrbraunte, und sich nach einigen Stunden unter
1) S. den Plan der Belagerung von Neiße.