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4 : 2, Der Felzug von 1807. - 1851 (1855)
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rechten Flügel an der böhmischen Grenze, gegen Glatz vorzugehen,den Platz aufzufordern, nach erhaltener abschlägiger Antwort einengleichen Versuch auf Silberbcrg zu machen, und wenn auch diesersehlschlagen sollte, gegen Neiße zu marschiren und diese Festungbis zum Eintreffen des Belageruugsparkö zu blokiren. Zugleichsollte der General diesen Marsch benutzen, um alle in der zu be-rührenden Gegend noch hausenden preußischen Parteien mit demgrößten Eifer zu verfolgen.

Trotz des Abmarsches des nach Breslau berufenen De-taschements von 2400 Mann, unter dem General Lilienberg,rückte der General Vandamme am 18. Februar mit dem Rest derwürttembergischen Truppen von Schweidnitz nach Waldenburg,am 19. nach Neurode; eine Abtheilung ging über Reichenbachlängs des Gebirges vor. Am 20. Februar wurde von dieser letz-teren die Festung Silberberg vergeblich aufgefordert, und an dem-selben Tage erschien der General Vandamme vor Glatz. DieSchwadron Manteuffel rückte dem Feinde entgegen, wurde zurück-gewiesen, und gleich darauf die Festung vom böhmischen Thor biszum Kranich eingeschlossen. Die darauf erfolgende Rekoguoszi-rung konnte bei dem dichten Schneegestöber von keinem Erfolgesein, da sie obenein durch die Artillerie des Platzes in gehörigerEntfernung gehalten wurde. Nachmittags forderte ein Parlamen-tair die Festung auf, und überlieferte einige preußische, am 15. Fe-bruar bei Königswalde verwundete Soldaten, die bis dahin inWünschclburg ohne Hülfe gelegen hatten. Der Kommandant, dernicht übersehen konnte, in wie weit die Absichten des Feindes ern-ster Art waren, beantwortete die Aufforderung mit dem Niederbren-nen der der Vertheidigung hinderlichen Gebäude.

Am 21. verließ der Feind seine Aufstellung vor Glatz, undzog sich auf Wartha, bis wohin er von den Schützen des Lieu-tenants Reichmeister verfolgt wurde. Am folgenden Tage räum-ten die Württemberger auch Wartha.

Es ist früher mitgetheilt worden, daß die Besatzung vonNeiße Mitte Februars unerwartet durch 4 Schwadronen der mo-bilen preußischen Truppen unter dem Rittmeister Eisenschmidt ver-stärkt worden war, und dieselben sich in Köppernig postirt hatten.