gäbe der Festung nothwendig machen sollten. Beide Offizierewurden mit Höflichkeitsbezeugungeu entlassen, und um 3 Uhr fingdas Feuer der Besatzung, um 5 Uhr ein Mündiges Bombarde-ment des Feindes wieder an. ,
Der Gouverneur erhielt einen Bericht vom Ober-Proviant-Amt, daß das Holz zum Brotbacken zu mangeln anfange.
Der Frost schien anhalten zu wollen; man konnte indessennur wenige Arbeiter für Geld auftreiben, welche sich der Gefahrdes Aufeisens während des feindlichen Feuers aussetzen wollten.
In der Nacht zum 3. bombardirte der Feind von 1 l bisä Uhr.
Die Witterung wurde wieder gelinder; das Wasser blieb offen.
Eine Kurrende, die schon seit einigen Tagen in der Stadtcirknlirt hatte und das bisherige Leiden der Bürger, die entschwun-dene Hoffnung eines Entsatzes schilderte, forderte die Bürgerschaftauf, sich zu unterschreiben, um den Gouverneur um die Beendi-gung des Unglücks zu ersnchen. Am 3. Morgens lag sie aufdem Rathhause zur Unterschrift ans, wobei der Widerspruch einerzahlreichen Gegenpartei sich zu erkennen gab. Dessenungeachtetwurde dieses Gesuch, unterzeichnet von hundert und etlichen sechs-zig Bürgern aus allen Innungen und Gewerken, nebst einer Bitt-schrift des Magistrats in gleicher Angelegenheit, dem Gouverneurüberreicht, und ein spezielles Verzeichniß beigefügt, nach welchemnur noch etwa 20,000 Pfund Fleisch, größtentheilS gepökeltes,in der Stadt vorhanden sein, und Hvlzmangel bei Bäckern undBrauern drohen sollte.
Gegen l k Uhr erschien der Hauptmann Hammerer abermalsals Parlamentair, und nahm ein Schreiben des Gouverneurs mitdem Gesuch mit, den Obersten Dnveyrier zum Anknüpfen vonUnterhandlungen nach der Stadt zu senden. Dessenungeachtetwurde das Feuer von den Wällen unterhalten, und durch einum lP Uhr Nachmittags beginnendes Bombardement, das hef-tigste während der ganzen Belagerung, beantwortet.
Der Gouverneur ließ den Kommandanten, den General-Major Krafft und den General Lindener zu sich bescheiden, legteihnen die Meldung des Ober-Proviant-Amts und die Bittschrift