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4 : 2, Der Felzug von 1807. - 1851 (1855)
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in gleicher Art wie am vergangenen Tage die Stadt beworfenund beschossen hatte, wurde um 2^ Uhr Nachmittags ein Parla-mentair am Nikolai-Thor augemeldet und zum Gouverneur ge-führt. Es fand sich indessen, dgß eS kein von dem General Nan-damme abgefertigter Unterhändler, sondern ein ehemaliger polni-scher Geheimerath Bachiarelli war, der seine Frau, eine Polin,aus der Stadt zu retten suchte, und bei dieser Gelegenheit einigeNebeu-Aufträge deS feindlichen Generals auzubriugen wußte. Ersuchte den Belagerer und den Gouverneur auf eine gemüthlicheWeise zu nähern, dem Letztem über den Vorgang am 30. dieAugen zu öffnen, und ihn zu überzeugen, daß ein Entsatz un-möglich geworden sei. Der Gouverneur bewilligte dem rc. Ba-chiarelli die Mitnahme seiner Frau und entließ ihn.

Ilm 3 Uhr Nachmittags klärte sich der Himmel auf, und esfing an zu frieren. Das war das Ungünstigste, was der Be-satzung begegnen konnte; denn nur durch offenes Wasser war dieFestung bei der Unsicherheit und Schwäche der Besatzung gegeneinen Handstreich gesichert. Man traf die erforderlichen Maß-regeln zum Aufeisen der Oder und der Festungsgräben.

Beim Gouvernement ging die Klage ein, daß die Desertionimmer frecher betrieben werde. Die Schlösser an den Thoreneines Pallisadentambours fand man abgeschlagen, selbst Erdhaufenan die Pallisaden aufgeschüttet, um leichter übersteigen zu können-Auch war es offenbar, daß durch Deserteurs, besonders vom In-fanterie-Regiment Thile, dem Feinde Vieles über den Zustandder Festung verralhen wurde. So z. B- über Zeit und Ort dertäglichen Ablösung. Zu dieser Zeit feuerte der Feind daun solebhaft, daß mehrere Leute auf dem Sammelplatz getödtet undverwundet wurden, und man sich genöthigt sah, mit der Zeit derAblösung öfter zu wechseln.

Der Feind verhielt sich ruhig.

Am 2. Januar um 11 Uhr wurde» der Oberst Duvey-rier und der Hauptmann Hammerer eingelassen. Ihr Geschäftbestand in dem Gesuch um die Entlassung mehrerer Personen,meist weiblichen Geschlechts, und nächstdem in der bis zur Er-müdung wiederholten Aufzählung aller Gründe, welche die lieber-