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4 : 2, Der Felzug von 1807. - 1851 (1855)
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vorgegangenen Feind in Flanke und Rücken zu nehmen. Zu glei-chem Zweck gingen die Jäger der Besatzung in die Außenwerkerechts des Ravelins gegen die Oder. Daö feindliche Infanterie-Feuer wurde hierdurch merklich gelöscht und in den folgendenTagen nur mäßig unterhalten.

Fortgesetzt von Napoleon gedrängt, die Einnahme von Glo-gau zu beschleunigen, stand Jervme im Begriff, einen Angriffauf den Brückenkopf auf dem rechten Oder-Ufer zu versuchen;indessen traten Verhältnisse ein, welche die Ausführung behinder-ten. Jerome erhielt nämlich den Befehl, vor Glogau nur eineDivision zu belassen, mit dem Rest des Korps aber schleunigstgegen Kalisch auszubrechen.

In Folge dessen brach die bayersche Division Deroy am 25.von Glogau auf, ging bei Beichau über die Oder und über Lissanach Kalisch; die Division Wrede verließ das Barackenlager beiPolkwitz, überschritt bei Steinau die Oder auf einer Brücke, zuderen Bau der von der Expedition gegen Breslau zurückgekehrteGeneral Montbrun die Schiffe zusammengetrieben hatte, und ver-einigte sich am 28. mit der erstgenannten Division bei Kalisch,von wo aus die beiden bayerschen Kavallerie-Brigaden Lesebvreund Mezzanelli über die Warthe poussirten.

Vor Glogau war die etwa 8000 Mann starke württember-gische Division verblieben, welche bei ihrer Schwäche nur 1 Ba-taillon auf dem rechten Oder-Ufer beließ, mit dem Rest aber am26. auf das linke Ufer überging. Napoleon übertrug dem fran-zösischen General Vandamme die Fortführung der Blokade, dochtraf derselbe erst am 28. bei Glogau ein. Die Kavallerie-Bri-gade Montbrun sicherte die Blokade gegen BreSlau durch eineAufstellung bei Polkwitz.

In der Nacht zum 28. ging ein Komplott von 06 Manndes 3. Musketier-Bataillons von Zastrow zum Feinde über. DieDeserteurs hatten das Domthor, die Barrieren und Aufziehbrücken,die Zerbauer Redoute und die Brücke über die alte Oder ge-sprengt, die Artilleristen in der Redoute theilS verwundet, theilszur Desertion gezwungen und die Kanonen daselbst vernagelt.

Am 28. wurde ein anderes Komplott im 3. Musketier-