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2 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
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General Savarp, der vom General Schramm und mehreren Os-fizieren begleitet wurde, ein und führte ihn nach der Komman-dantnr. lieber eine Stunde lang bemühte sich der General Strach-Witz, den General Savary zu bewegen, der Garnison freien Abzug ^zu bewilligen, doch da alles Drängen vergebens war, beauftragteer den Major Dreßler, mit dem französischen Kapitaine Semerydie Kapitulationspunkte aufzusetzen, was denn auch unter Zuzie- ^

hung des Majors Colson und der Lieutenants Bismark vom Re- M

giment Prinz Ferdinand und Longe de Beauveset vom Regiment M

Wedell geschah. ^

Während der Verhandlungen gingen Offiziere der Garnison ^

ab und zu, da die meisten Kommandeurs bereits am Abend vor- ^

her die Mittheilung gemacht hatten, daß man kapituliren werde. jM

Es fand sich Niemand, der dagegen aufgetreten wäre; das all- M

gemeine Unglück und die Vorstellung von der Unhaltbarkeit Nieu-burg's schlugen jeden energischen Entschluß von vornherein nieder.

Nach der Parole wurde die Kapitulation bekannt gemacht undder Brückenkopf dem Feinde sogleich übergeben. Die Wälle blie-ben noch bis zum 26. Morgens von den Preußen besetzt. Inder Nacht zum 26. erbrachen einige Bürger die Magazine undplünderten sie, und ein junger Artillerie-Offizier zerstörte auf eigeneHand einen großen Theil der Munitions-Vorräthe, um sie demFeinde zu entziehen.

Die Offiziere wurden auf Ehrenwort, die Feldwebel, einigeUnteroffiziere und verheirathete Soldaten mit Pässen in die Hei-math entlassen; alle Westphalen unter den Soldaten sollten nurnach Minden transportirt und von dort entlassen werden; dieübrige, aber geringe Mannschaft wurde nach Frankreich gebracht;die Offiziere behielten Pferde und sonstiges Eigenthum, die Leuteihre Tornister.

So fiel denn am 26. November auch Nienburg ohne alleVertheidigung dem Feinde in die Hände. Wenn ein baldigerFall bei ernstlichen Anstalten des Feindes auch vorauszusehenwar, so mußten solche Anstalten doch wenigstens erst abgewartetwerden, da mit dem leichten Feldgeschütz des Feindes weder Schleu-sen noch Batardeaus so leicht zerstört, noch die Stadt in Brand